Bahnstraße Langen: Ausschuss für Umwelt, Bau und Verkehr spricht sich für Verschiebung aus

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Bekenntnis zum Bahnstraßen-Umbau

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Langen - Es soll keine „Beerdigung erster Klasse“ der Umgestaltungspläne für die obere Bahnstraße sein, da waren sich die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt, Bau und Verkehr fast einig. Von Markus Schaible

Bei einer Enthaltung aus Reihen der FWG folgten sie dem Vorschlag des Magistrats, die Neugestaltung des Bereichs zwischen Zimmerstraße und Lutherplatz um mindestens zwei Jahre auf 2015/2016 zu verschieben, wobei 2017 den spätesten Baubeginn darstellen soll. Die Realisierung der Pläne für den Lutherplatz soll noch weiter (auf „unbestimmte Zeit“) verschoben werden, während die Romorantin-Anlage gar nicht zum Zug kommt und allenfalls im Rahmen der städtischen Grünpflege aufgewertet wird. .

Lob gab es für den städtischen Fachbereichsleiter Carsten Weise, der in Verhandlungen mit dem Land erreicht hat, dass Langen nicht komplett aus dem Stadtumbauprogramm fliegt, sondern die Zuschüsse später noch einmal neu beantragen kann. Der allerdings sprach klare Worte: „Was wir nicht tun können, ist, mit dem Land ein weiteres Mal über die Verschiebung von Zuschüssen verhandeln. Dann machen wir uns unglaubwürdig.“ Und dies würde nach seiner Ansicht bedeuten, dass die Stadt auf absehbare Zeit bei keinerlei Zuschussanfragen mehr adäquat berücksichtigt werde. Sprich: Er wünsche sich einen eindeutigen Beschluss, dass die Pläne entsprechend des neuen Zeitplans umgesetzt werden.

„Bittere Entscheidung“

Es sei eine „sehr bittere Entscheidung, nachdem schon viel Energie und Engagement in den Stadtumbau geflossen sind“, sagte Frank Gottschling (SPD): „Das darf nicht ins Leere laufen, dazu ist die Notwendigkeit zu groß.“ Aber eine Umsetzung zum jetzigen Zeitpunkt sei angesichts der Finanzlage nicht zu vermitteln.

„Wir haben eine Grundlage, auf der es weitergeht, die sollten wir weiter verfolgen“, betonte auch Richard Neubauer (CDU). Aber was passiere, wenn 2016 absehbar sei, dass Langen es finanziell nicht hinbekomme, fragte Rolf Diefenthäler (FDP). Er rechne bei etwa 1,5 Millionen Gesamtaufwand mit einem städtischen Anteil von 800 000 bis 900.000 Euro, so Weise – angesichts jetzt angestoßener, Geld bringender Maßnahmen der Stadt bei Gewerbe und Wohnbebauung sollte dies machbar sein. Und Rainer Schöner (Grüne) pflichtete bei: „Das ist eine Investition in die Zukunft, das muss auch bei klammen Kassen möglich sein.“

Einzig Uli Vogel (FWG) mochte nicht zustimmen: „Auch wir sind der Meinung, dass was passieren muss, aber man könnte das unter finanzieller Einbeziehung der Eigentümer tun.“ Das werde nicht klappen, so die Meinung nicht nur der Verwaltung. Im Gegensatz übrigens zur unteren Bahnstraße: Dort wollen zwei Eigentümer (unter anderem Kaufhaus Braun) ihre Vorflächen samt städtischen Bereichen einheitlich gestalten – der Bauausschuss sprach sich einstimmig dafür aus, dass die Stadt die Hälfte der Kosten übernimmt.

Rubriklistenbild: © Rainer Sturm/pixelio.de

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