Projekt „Babys in Bewegung“ des Turner-Bundes hat Testphase im ZenJA erfolgreich bewältigt

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    • 10.05.12
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Auch Tasten will gelernt sein

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Langen - Kommunale Netzwerke aufbauen, eine Vereinsgruppe „Babys in Bewegung“ (BiB) zusammenstellen und Familien, die unter besonderer Belastung stehen, zu integrieren – das waren die Ziele des Pilotprojektes „Babys in Bewegung“ des Deutschen-Turner-Bundes im Zentrum für Alt und Jung (ZenJA). Von Enrico Sauda

© Sauda

Sie freuen sich über den großen Erfolg von Babys in Bewegung: die Kursleiterinnen Sylvia Lagally (links) und Anke Herth (Dritte von rechts), Martina Dröll (Dritte von links) und Petra Regelin (rechts) vom Deutschen Turner-Bund, Gudrun Nedderhut (Zweite von links) vom ZenJA und TVL-Vorsitzender Peter Carlstaedt.

Die selbst gesteckten Vorgaben haben die Beteiligten in den vergangenen Monaten erreicht. Jetzt stellten Vertreter des Turnvereins Langen, des ZenJA sowie des Deutschen Turner-Bundes die Ergebnisse vor.

Für die Initiative, die das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Deutsche Olympische Sportbund fördern und die der Turner-Bund ausführt, gibt durchweg positive Resümees aller Beteiligten. Peter Carlstaedt, Vorsitzender des Turnvereins, der gemeinsam mit dem Mütterzentrum im ZenJA das Projekt mit Leben füllte, zeigt sich begeistert. Der Verein sei besonders interessiert gewesen, weil er schon bei der Bewegungsinitiative aktiv sei. „So konnten wir die Kontakte nutzen, die sich da bereits gebildet hatten“, sagt Carlstaedt, der die gelungene Zusammenarbeit lobt. „Dass eine Aktion, die im August angedacht wurde und im Januar startete, so gut gelaufen ist, ist einfach eine tolle Leistung.“ Ihm sei von Anfang an klar gewesen, „dass wir dieses Projekt gemeinsam machen und Netzwerke aufbauen wollten“.

Wichtige Vereine zusammengebracht

Es sei spannend gewesen, zwei für Langen so wichtige Vereine zusammenzubringen, sagt Martina Dröll, Referentin beim Deutschen Turnerbund, rückblickend. „Das macht aber für beide Sinn, vor allem vor dem Hintergrund, dass es immer weniger Geld von den Kommunen für die Vereine gibt“, so Dröll weiter.

Bei BiB geht es darum, die Sinne und den Bewegungsapparat der Babys anzuregen und ihre Entwicklung zu fördern. Dazu gehört Grundlegendes wie Tragen, Greifen, Tasten oder Strampeln – um nur einige Punkte zu nennen. Des Weiteren stärkt das Programm die Eltern-Kind-Beziehung. Die Teilnahme kostet zwar, doch wenn jemand nicht bezahlen kann, „dann können eventuell Stiftungen oder Fonds greifen. Wir werden einen Weg finden, jedem eine Teilnahme zu ermöglichen“, so Dröll.

Der Deutsche Turner Bund möchte mit diesem Modellprojekt junge Familien mit Babys im Alter von drei bis zwölf Monaten ansprechen und langfristig für einen aktiven Lebensstil gewinnen. Ein weiteres Modellprojekt geht in Worms über die Bühne. „Nachdem die Kinder in der ,Babys in Bewegung‘-Gruppe waren, sollten sie in die verschiedenen Eltern-Kind-Turngruppen übergehen, die die unterschiedlichen Vereine in Langen anbieten“, schildert Martina Dröll den weiteren Sinn die Initiative. Ein Effekt, der sich daraus ergebe, sei auch, dass sich Mütter – und auch Väter – durch die Erfahrung, die sie mit ihren Kindern beim Verein gesammelt haben, später auch ehrenamtlich und sportlich engagieren.

Drei Gruppen mit insgesamt 31 Kindern

Im Laufe der Monate bildeten sich drei Gruppen mit insgesamt 31 Kindern. Gründe dafür, dass BiB so gut ankommt, seien die gute Vernetzung von TV und ZenJA mit Institutionen und Gruppen in und rund um die Sterzbachstadt sowie die Einsatzbereitschaft der am Projekt Beteiligten. Sie sprachen an den geeigneten Stellen vor, ließen ihre Kontakte zu Hebammen, Kinderärzten oder beim „wellcome-Service“ spielen und bauten in kürzester Zeit zwei Gruppen auf. „Wir sind zwar vorsichtig gestartet, aber es hat sich gezeigt, dass es von Erfolg gekrönt ist, wenn viele Initiativen zusammenarbeiten“, sagt Petra Regelin vom Deutsch-Turner-Bund.

Denn die Kooperation „schafft Synergien, von denen alle profitieren“. Zufrieden zeigte sie sich auch damit, dass es gelungen sei, Übungsleiter zu gewinnen. „Wenn solche kommunalen Familiennetzwerke funktionieren, kann man sogar Familien in besonderen Belastungssituationen integrieren“, so Petra Regelin weiter. Zurzeit sind in jeder Gruppe drei solcher Familien vertreten. Nun lebt BiB allein von sich heraus – und das Projekt geht weiter.

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