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    • 09.04.09
    • Neu-Isenburg
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Letzte Rettung

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Neu-Isenburg - Es mag ja sein, dass an der Ausführung des vorbeugenden Brandschutzes in der Kita Gartenstraße seitens des Kreises und seiner Bauaufsicht rechtlich alles korrekt zugegangen ist. Aber eigentlich doch nur deshalb, weil es offenbar keine speziellen Vorschriften für Kindergärten gibt, was die Öffnungsrichtung von Fluchttüren betrifft.

Das heißt im Klartext, dass diese auch nach innen aufschlagen dürfen und damit alles paletti ist. Das ist schlicht ein Skandal.

Vermutlich wird man das eine oder andere Argument an den Haaren herbeiziehen können, mit dem diese „Lösung“ befürwortet wird, zu der der Kreis als Bauträger oder die von ihm beauftragten Architekten gegriffen haben.

Warum müssen Fluchttüren in Gaststätten, Kinos, Theatern oder Büros nach außen aufgehen - die in Kindergärten oder Kindertagesstätten aber nicht?

Allein der gesunde Menschenverstand sagt einem, dass dies im Panikfall die einzig richtige Lösung ist. Und wenn die Isenburger Feuerwehr in den Kindergärten in Sachen Brandschutzerziehung unterwegs ist, bekommen die Kleinen das auch gelehrt, dass eben die Türen im Notfall nach außen aufgehen.

Wenn es eine baurechtliche Regelung für die Kitas nicht gibt, so muss schnellstens eine her, damit sich das „Desaster Gartenstraße“ nicht woanders wiederholen kann. Und warum dieses im Kreishaus überhaupt erst angerichtet wurde, dürfte ein Geheimnis der Zuständigen bleiben. Ersparnisgründe kann man wohl vergessen, denn die Umbauten dürften nun ein Vielfaches der ursprünglichen Kosten bei einem anderen Türeneinbau verursachen.

Vielleicht hätte man ja die Regelung für Kneipen und Kinos mal einfach analog anwenden können, wenn’s schon keine Spezialvorschriften für die Kitas gibt. Man wird jedenfalls den Eindruck nicht los, dass da irgendjemand unqualifiziert gehandelt oder sogar gepennt hat.

Das bezieht sich auch auf den InnenSchallschutz. Wo Kinder toben, ist es nun mal nicht leise. Auch da muss jetzt nachgebessert werden. Einzig positiv zu vermerken ist, dass man sich nun schnell zwischen Stadt und Kreis auf eine Lösung verständigt hat. Das war aber auch das Mindeste.                           ULLRICH 

LUGGEN-HÖLSCHER

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