Chef Schulze-Böing nennt Vorwürfe der Linken haltlos

    • aHR0cDovL3d3dy5vcC1vbmxpbmUuZGUvbG9rYWxlcy9uYWNocmljaHRlbi9vZmZlbmJhY2gvaGFyc2NoZS1hdHRhY2tlLWdlZ2VuLW1haW4tYXJiZWl0LTQyNTc4My5odG1s425783Harsche Attacke gegen die Main-Arbeit0true
    • 31.07.09
    • Offenbach
    • 11
    • Drucken
    • T+T-

Harsche Attacke gegen die Main-Arbeit

    • recommendbutton_count100
    • 1

Offenbach - Für Langzeitarbeitslose, die sich bei Offenbachs Hartz-IV-GmbH Main-Arbeit schlecht behandelt fühlen, ist die Fraktion der Linken offensichtlich die willkommene Klagemauer. Von Thomas Kirstein

Horst Schultheiß und Johannes Günther fassen die Beschwerden zu deutlichen Vorwürfen zusammen: Mitarbeiter der Main-Arbeit hintertrieben die Arbeitsaufnahme, indem sie Gesetze restriktiv auslegten und fast die Grenze zur Behördenwillkür überschritten.

Ihre anonymen Beispiele: Einem Hartz-IV-Bezieher seien Reisekosten für ein Vorstellungsgespräch verweigert worden; der Sachbearbeiter habe dem möglichen Arbeitgeber auch gesundheitliche Probleme des Kandidaten verraten.

Einem anderen seien 100 Euro für Berufskleidung verweigert worden, ohne die er einen Job als Honorarkraft nicht habe antreten können - mit dem Hinweis, als jetzt Selbständiger könne er einen Kredit aufnehmen. Wer eine feste Anstellung gefunden habe, bekomme umgehend Hartz IV gestrichen und müsse bis zum ersten Lohn auf Pump leben. Außerdem beklagen Schultheiß und Günther andauernde „Kontrollen bis in den Intimbereich (Hausbesuche, Oberservierung, Überprüfung von Bankbelegen und Vorräten)“.

Für den Chef der Main-Arbeit, Dr. Matthias Schulze-Böing, sind die generellen Vorwürfe der Linken haltlos - um bei 12 000 Hilfsempfängern durchaus mal möglichen Einzelfällen nachgehen zu können, müsse man ihm Namen nennen. Grundsätzlich sei die Gewährung von Eingliederungshilfen - 18 Millionen im Jahr - im Sinne der Antragsteller geregelt: Reisekosten gebe es, wenn das Vorstellungsgespräch Erfolg versprechend erscheine.

Wir prüfen allerdings, ob die Sache Hand und Fuß hat“, sagt Schulze-Böing. Auch für Berufsbekleidung und Arbeitsmittel werde nach vorgebenen Sätzen gezahlt, wenn der Schritt in die Selbständigkeit anstehe und der Bedarf nachgewiesen sei.

Es bleibt keiner ohne Mittel im Regen stehen“, widerspricht der Main-Arbeit-Geschäftsführer dem Vorwurf, willentlich würden Finanzierungslücken zugemutet. „Unsere Kunden bekommen so lange Hilfeleistungen, bis sie über Geld verfügen.“

Schulze-Böing nennt es „höchstes Ziel der Main-Arbeit“, Menschen wieder in Arbeit zu bringen. Da es aber um öffentliche Mittel gehe, müsse Kontrolle - „diskret und sensibel“ - sein: Wenn es um Zuschüsse für eine Wohnung oder eine Erstausstattung gehe, seien die Angaben zu überprüfen; sich Bankbelege vorlegen zu lassen, sei sogar gesetzliche Verpflichtung.

Die Linken unterstellen der Main-Arbeit, sie sehe ihre Daseinsberechtigung darin, Dokumentationen über ihre Klientel zu erstellen, Gelder einzusparen und einen grauen Markt mit Billigkräften auszustatten. Das nennt Matthias Schulze-Böing polemisch: „Unsere Grundlinie ist eine deutlich andere.“

Rubriklistenbild: © dpa

zurück zur Übersicht: Offenbach

Lesen Sie auch:

Prozess am Landgericht Frankfurt: Sozialarbeiter in Bauch geschossen

Mann schießt Sozialarbeiter in Bauch

Frankfurt - Ein 31 Jahre alter Mann schießt wild um sich und trifft dabei zwei Menschen: Opfer Nummer eins, ein Sozialarbeiter aus Frankfurt, muss notoperiert werden. Nun wird der Fall schon zum zweiten Mal vor dem Landgericht verhandelt.Mehr...

Langen: Schlägerei zwischen 14-Jährigen wegen Heißklebepistole

Schlägerei unter 14-Jährigen wegen Heißklebepistole

Langen - Ein Handgemenge unter 14-Jährigen beschäftigt die Polizei. Zwei junge Opfer reklamieren den Verlust einer Heißklebepistole und eines Rads, um die zwei Gleichaltrige sie am Dienstag gegen 19 Uhr in der Westendstraße gebracht haben sollen.Mehr...

Ausbaupläne der Fraport: Terminal 3 am Frankfurter Flughafen ab dem Jahr 2021 notwendig

Terminal 3 ab dem Jahr 2021 notwendig

Frankfurt - Fraport beharrt auf einem dritten Passagierterminal ab dem Jahr 2021. Zwei neue Gutachten zum erwarteten Fluggastaufkommen sollen nun mit der schwarz-grünen Landesregierung diskutiert werden.Mehr...

Kommentare

  • Neueste Kommentare
  • Beliebteste Kommentare
haudraufundschluß19.06.2010, 16:10Antwort
(1)(0)

Leute,
die Adresse für Beschwerden lautet nicht ,SPD-OP`sondern BRH-Bundesrechnungshof . Gegen den Leitenden der BA ,Weise,wird schon wegen
Veruntreuung ermittelt !!!
Auch wenn Ihnen das nicht passt Herr SPD- Schultze- Böing !!!
Wir sehen uns ohnehin vor Gericht wieder !!!!

haudraufundschluß19.06.2010, 16:07Antwort
(0)(0)

Herr Prechtl,
bei allem Verständnis für Ihren sehr begründeten Ärger ,aber die Adresse für
Beschwerden über Mitarbeiter der Mainarbeit heißt nicht ,OP` sondern Bundesrechnungshof. Die OP ist das Offenbacher Parteiblatt der SPD und wird einen
Scheißdreck tun,auch nur einen kritischen Buchstaben über ihren Sponsor zu schreiben -nicht wahr Frank Pröse ??!!!

haudraufundschluß19.06.2010, 15:59Antwort
(0)(0)

aber über die ,bitterbösen`Faschisten meckern !!!

Alle Kommentare anzeigen
50.1068653,8.7529999

Karte wird geladen... Karte wird geladen - Downloadanzeige

Aktuelle Fotogalerien

zurück

  • Einschulung 2014 in Offenbach

    Einschulung in Offenbach
  • Einschulung 2014 in Mühlheim, Heusenstamm und Obertshausen

    Einschulung in Mühlheim, Heusenstamm und Obertshausen
  • Gerdas kleine Weltbühne feiert Geburtstag mit der Prominenz

    Gerdas kleine Weltbühne feiert Geburtstag mit Prominenz

vor

weitere Fotogalerien:
Bestellen Sie den Newsletter von op-online.de kostenlos

Mit der OP immer auf dem Laufenden

Fan der OP auf Facebook werden OP auf Twitter folgen OP-Videos auf YouTube abonnieren RSS-Feeds der OP abonnieren Social Buttons OP
Verbinden Sie sich mit der Redaktion.
Per Facebook, Twitter, YouTube und RSS.

Artikel lizenziert durch © op-online
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.op-online.de

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.