Die Frage, die es zu beantworten gilt: Stehen Aufwand und Nutzen in einem angemessenen Verhältnis? „Für den Bürger ändert sich nichts“, fasst Christian Loose die wichtigste Nachricht des Stadtbetriebs zusammen. Das will die CDU auf parlamentarischen Weg geprüft wissen.
Bislang sei der ESO nur intern aktiv gewesen, „ohne Außenwirkung“, wie Loose betont. Daran ändert sich eigentlich nichts: Der kommunale Eigenbetrieb wartete bislang auf die Umsetzung der sogenannten Eigenkontrollverordnung (EKVO), jetzt, ob sie überhaupt einmal kommen wird.
Worum geht’s?
Worum geht’s? Der Stadtdienstleister übernimmt Kontrolle und Reinigung des öffentlichen Kanalnetzes. Und das bedeutet reichlich Arbeit: Das mehr als 260 Kilometer lange Kanalnetz in Offenbach stammt zum Teil aus dem späten 19. Jahrhundert.
Intention der ausgesetzten EKVO
Bei Schäden wäre eine Bündelung der Arbeiten vorgeschlagen worden. Vorteil: Straßen beziehungsweise Gehwege wären nur einmal aufgerissen, ein (auch zeitlicher) Flickenteppich vermieden worden. Auch finanziell hätte es sich rechnen können bei einer solchen Zusammenfassung. Bei der Kanalsanierung rechnet der ESO mit etwa 1000 Euro pro Meter; da kommen schnell große Summen zusammen.
Nachweis über die fachgerechte Sanierung
Der Sprecher betont: „Letztlich hätte der Eigentümer entscheiden müssen, wen er beauftragt.“ Fest steht jedoch: Zur Beseitigung des Schadens wäre er verpflichtet, dem ESO einen Nachweis über die fachgerechte Sanierung zu erbringen. So weit kommt es nicht – bislang. Denn die Ingenieurkammer Hessen und der Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abwasserwirtschaft und Kulturbau (BWK) befürchten nachhaltige Schäden für Grundwasser und Umwelt. „Die Aussetzung der vorgesehenen Dichtheitskontrolle privater Anschlusskanäle halten wir für bedenklich“, so Kammerpräsident Professor Udo F. Meißner.



© GeorgAuf in den Untergrund: Die Videokamera rollt durch den Kanal und überträgt Aufnahmen auf einen Monitor.















