Die Branche rechnet in diesem Jahr mit einem Wachstum von fünf Prozent, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) zur Drupa erklärte.
Vom Wachstumstrend profitieren wollen auch die Manroland Sheetfed aus Offenbach und die Manroland Web-Systems aus Augsburg. Die beiden Firmen für Bogen- und Rollendruckmaschinen, die aus der insolventen „manroland“ hervorgegangen sind, präsentieren sich gemeinsam in Halle 6 bei der Zulieferergemeinschaft Printcity.
Insgesamt hat die Druck- und Papierindustrie 2011 ihr selbst gestecktes moderates Wachstumsziel erreicht, sieht sich aber weiterhin in einem schwierigen Geschäftsumfeld, wie der VDMA mitteilte. Für die Druckmaschinenindustrie sagte Bernhard Schreier, in Personalunion Vorstandschef von Weltmarktführer Heidelberger Druck und Präsident der Drupa der „Welt am Sonntag“, dass die Geschäftszahlen in der Branche zur Zeit nicht rosig seien. „Sie ist aber zukunftsfähig“, so Schreier.
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Dies sieht die Konkurrenz aus Offenbach genauso: „We are print“ lautet das Motto der Manroland Sheetfed GmbH. „Wir kooperieren mit Druckereien, um das Druckprodukt auch weiterhin als das leistungsstärkstes und kostenwirksamstes Medium rund um den Erdball zu sichern“, erklärten die Offenbacher in einer Pressemitteilung. Hauptstrategie dafür sei die „sukzessive Integration von Prozessen in Druckmaschinen“. Auf der Drupa wolle Manroland Sheetfed die Möglichkeiten an den verschiedenen Druckmodellen demonstrieren. „Außerdem werden einige wegweisenden Inline-Entwicklungen vorgestellt, die zur Erhöhung der Attraktivität und Rentabilität des Drucks beitragen“, kündigten die Roländer an.
„Star auf der Drupa 2012“
Als „Star auf der Drupa 2012“ sieht Manroland Sheetfed die Roland 700, eine Bogenoffsetmaschine für das Mittelformat. Das „Flaggschiff“ der Offenbacher sei die führende Maschine im Verpackungsdruck. Deshalb steht die Manroland 700 als „Musterbeispiel für eine ideale Druckmaschine“ im Mittelpunkt der Drupa-Präsentation. Auch mit der neu ausgestatteten, großformatigen Roland 900 setzt Manroland Sheetfed auf den Verpackungsdruck.
Das Manroland-Werk in Offenbach wurde bereits im Februar an den britischen Unternehmer Tony Langley verkauft; das Werk Augsburg ging an die Possehl-Gruppe. Auch für den dritten Standort Plauen gibt es jetzt Hoffnung: Wie Alexander Görbing vom Insolvenzverwalter Werner Schneider unserer Zeitung bestätigte, gibt es zwei Interessenten für das Werk. Laut „Süddeutsche Zeitung“ handelt es sich um die MN Maschinenbau aus dem Erzgebirge und einen Maschinenbauer aus den westlichen Bundesländern. Görbing erwartet eine Entscheidung „in den nächsten zwei Wochen“.


















