Neues Bergungsfahrzeug erstmals in Deutschland in Offenbach unterwegs

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    • 25.10.12
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Neues Bergungsfahrzeug erstmals unterwegs

Multitalent ist Segen für Autofahrer

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Offenbach - Gebaut von einer amerikanischen Firma ist der Rotator 1140 – eine Kombination aus Kran-, Abschlepp- und Bergungsfahrzeug für Lastkraftwagen – ein Segen auch für Autofahrer in Deutschland. Von Fabian El Cheikh

© Georg

Selbst einen 40-Tonnen-Tanklaster kann der neue Bergungstruck des Offenbacher Abschleppdienstes problemlos seitlich wieder auf die Reifen stellen.

Der Abschleppdienst Offenbach ist das erste Bergungsunternehmen, welches das neue Multitalent auf die Straßen schickt.

Er ist der „Master of Disaster“, der Meister jeder Katastrophe auf unseren Straßen. Christoph Renicke, Inhaber und Geschäftsführer des Abschleppdienstes Offenbach, nennt das neue, flexible Energiebündel in seinem Fuhrpark gern auch salopp „Zieh-, Reiß- und Robbkran“ – nicht unbedingt zur Freude von Ralf Jacobs, dem Vertreter der US-amerikanischen Herstellerfirma Miller Industries. Für ihn ist es eben der Rotator 1140, das klingt doch nach viel mehr.

40-Tonnen-Tanklastwagen ist eine der schwierigsten Aufgaben

Zu wieviel mehr dieser im Vergleich zu herkömmlichen Bergungsgeräten imstande ist, präsentierten die Amerikaner gestern Abschleppunternehmern aus ganz Deutschland, aber auch Vertretern der Offenbacher Feuerwehr und der großen deutschen Automobilklubs auf dem Gelände der Offenbacher Firma. Dort ist das neue Fahrzeug bereits seit Mai stationiert und war auch schon im Einsatz, etwa bei der Bergung eines Lasters auf der A 3.

Zur Demonstration soll ein auf die Seite gekippter 40-Tonnen-Tanklastwagen wieder auf die Reifen gestellt werden. „Eine der schwierigsten Aufgaben für einen Bergungsdienst“, betont Präsentator Irvin Gaigg von Miller Industries, dem nach eigenen Angaben weltgrößten Hersteller von Bergungsfahrzeugen. „Einen Fülltransporter kann man ausladen, um sein Gewicht zu reduzieren, aber ein Loch in einen Benzintank zu bohren hat immer seine Komplikationen.“

Mehr als 450.000 Euro Listenpreis

Der erste Versuch schlägt fehl, ein Seil reißt und schnellt zurück zum Kran. „Das liegt aber nicht am Rotator, sondern am Seil“, versichert Irvin Gaigg, „das kann immer mal passieren.“ Die Befestigungen werden überprüft, beim zweiten Anlauf klappt’s. Fünf Minuten, kaum länger, dauert die Bergungsaktion. Und genau da liegt eine der Stärken des Rotators: „Er kann mit seinen zwei Hauptwinden gleichzeitig ein verunglücktes Fahrzeug heben und aufstellen und anschließend abschleppen“, erläutert Gaigg.

Für Unternehmer Christoph Renicke ist das trotz der teuren Anschaffung von mehr als 450.000 Euro Listenpreis auf Dauer ein Gewinn. Denn er braucht nicht mehr wie bisher und wie alle seine Kollegen zwei Fahrzeuge – einen Autokran zur Bergung und ein Abschleppfahrzeug – zum Einsatzort zu schicken. „Darüber freuen sich auch die Kunden, denn das spart Geld und Betriebskosten.“

Warum gab es den Rotator bisher noch nicht in Deutschland?

Doch noch mehr freuen sich Polizei, Feuerwehr und vor allem die Autofahrer, die in einem Unfallstau festsitzen. Denn die Bergung verläuft wesentlich schneller als bisher, und eine zwei- oder dreispurige Autobahn muss nicht mehr über längere Zeit voll gesperrt werden. „Ein herkömmlicher Autokran kann große Fahrzeuge nur vom Heck aus bergen und muss dazu quer auf der Autobahn stehen. Wir brauchen, wenn ein Lkw in die Leitplanken gestürzt ist, nur eine Fahrspur für die seitliche Bergung“, erläutert Ralf Jacobs den wohl größten Vorteil des neuen Geräts.

Und warum gab es den Rotator bisher noch nicht in Deutschland, wohl aber in Frankreich und England? „Wegen gesetzlicher Vorgaben“, erklärt Jacobs, „die unter anderem vorschreiben, dass ein Bergungsunternehmen einen Autokran und einen Unterfahrlift vorhalten müssen, um Aufträge erhalten zu können.“ Das schreckt viele von der hohen Investition in den Rotator ab, der beides vereint. Miller Industries hat sein Produkt auch hinsichtlich weiterer technischer Vorschriften für Deutschland angepasst. Nun gilt es, den Markt zu erobern. Und zusammen mit dem Gewerbe an den bestehenden Regelungen zu rütteln.

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