CDU und Grüne kritisieren Flugrouten-Änderungen zu Lasten von Offenbach

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Nicht Lärm-Mülleimer der Region

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Offenbach (tk) - Ruhe für Frankfurt, mehr Krach für Offenbach, namentlich für das Nordend, das künftige Hafen-Wohnviertel sowie die Stadtteile Bieber, Bürgel, Waldheim und Rumpenheim. Die Ankündigung einer Zumutung, die politischen Widerspruch herausfordert.

Grüne und CDU in Offenbach reagieren auf Berichte, nach denen die Deutsche Flugsicherung (DFS) auf Anregung des Flughafenbetreibers Fraport den Süden der Nachbarstadt durch Verlagerung auf andere Flugrouten ent- und damit Offenbach stärker belasten will.

Den schärferen Ton wählt dabei die Union: „Es ist ein Unding, dass Offenbach wohl immer mehr als Lärm-Mülleimer der Region betrachtet wird.“ So formuliert es der Vize-Fraktionschef der größten Oppositionsfraktion, Roland Walter, der die Gelegenheit nutzt, den Magistrat in die Pflicht zu nehmen. Der soll bei der DFS und beim Flughafenbetreiber Fraport „unverzüglich gegen diese Absichten vorgehen“.

Aus Sicht der grünen Stadtverordnetenfraktion führt die einseitige Entscheidung der Fraport AG zu einer zusätzlichen massiven Lärmbelastung für die Stadt Offenbach. Nach eigenen Angaben plant Fraport bei Ostwetterlage eine Veränderung der Verteilung startender Flugzeuge über die beiden Abflugrouten. Die Reduzierung oder gar Streichung der Verwendung der Route 07/kurz zugunsten der ab dem Offenbacher Kreuz nach Norden führenden Variante 07/lang würde Frankfurts Stadtgebiet bei Ostwetterlage erheblich entlasten, was zu Lasten des Offenbacher Stadtgebiets ginge.

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„Das können wir so nicht akzeptieren“, erklärt der als künftiger Flughafen-Stadtrat designierte Fraktionschef Peter Schneider. „Entscheidungen über eine neue Verteilung von Fluglärm können doch nicht einseitig von der Fraport AG auf Zuruf von irgendwelchen Interessenvertretern getroffen werden.“

Für die Grünen sei immer klar gewesen, dass bei der Verteilung von Fluglärm alle betroffenen Kommunen beteiligt werden müssten. Peter Schneiders Adressaten sind Ministerpräsident Volker Bouffier und die Hessische Landesregierung: Die müssten ihr Wort einer ernstzunehmenden Beteiligung aller betroffenen Kommunen einhalten. Er geht davon aus, dass sich der Magistrat in dieser Angelegenheit sofort in Wiesbaden meldet.

Schneider: „Offenbach wird sich auch in Zukunft in allen Gremien dafür einsetzen, den Fluglärm fair in der Region zu verteilen. Entscheidend ist für uns aber nach wie vor die Reduzierung des Lärms an der Quelle. Dafür müssen alle Optionen diskutiert werden, bis hin zur kompletten Verlagerung des Flugverkehrs im Inland auf die Schiene.“

Rubriklistenbild: © dpa

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