Wer das Karree zwischen Christian-Pleß-, Gustav-Adolf-, Wald- und Senefelderstraße betrachtet, braucht Fantasie, um sich vorzustellen, was auf städtischen Plänen steht. Das ehemalige MAN-Roland-Werksgelände in der südlichen Innenstadt soll zu einem Viertel werden, in dem Wohnen, erholen und Einkaufen gleichermaßen möglich sind.
Seit fünf Jahren wird der Umbau des 3,2 Hektar großen Areals angepeilt. Es existiert kein Bebauungsplan, lediglich ein Aufstellungsbeschluss aus 2007, der von der Politik nicht weiterverfolgt wurde, weil die Verhandlungen zwischen dem Eigentümer und Investoren ins Stocken geraten waren.
Keine Humboldtschule und Kita
Antrag auf Abriss des Verwaltungsbaus
Wie mit den Altlasten umgegangen wird, ist derzeit offen: Eigentümer MAN hat einen Antrag auf Abriss des Verwaltungsbaus gestellt. Die Stadt möchte die Bodenbelastung mittels eines neuen technischen Verfahrens in den Griff kriegen, bei dem das Gebäude erhalten bliebe. Das Genehmigungsverfahren dafür läuft.
In der Mitte des Geländes ist eine von ursprünglich 2000 auf 7000 Quadratmeter gewachsene öffentliche Grünfläche geplant, deren Hauptzugang an der Gustav-Adolf-Straße liegt. Sie soll mit Fördergeld aus dem Landesprogramm Stadtumbau West bezahlt werden.
Im Westen, wo an der Senefelderstraße die denkmalgeschützte Halle mit dem markanten Sägezahndach steht, sollen ein Lebensmitmarkt, weiterer Einzelhandel und Büros angesiedelt werden. Investor ist die zur Helaba-Immobiliengruppe gehörende OFB Projektentwicklung GmbH. Weil die sich mit der Stadt bislang nicht über die Zahl der Parkplätze einigen konnte, hat man im Rathaus das Vorhaben erst einmal auf Eis gelegt.



© GeorgWohnen, erholen, einkaufen: Auf demalten Werksgelände von MAN Roland in der südlichen Innenstadt will die Stadtdie Pläne für ein Quartierszentrum vorantreiben. Allerdings ohne neue Schule.















