Ab Januar fehlen in Rödermark rund 170 .000 Euro. Das entspricht ungefähr der Hälfte der Summe, die für die Aufrechterhaltung des bisherigen Angebotes nötig sind.
Stadt, Kreis und Kreisverkehrsgesellschaft suchen deshalb händeringend nach einer Lösung. Denn die Schulbus-Finanzierung ist ein kompliziertes Geflecht mit etlichen Beteiligten: Der Kreis trägt 120.000 Euro der Gesamtkosten und die Verantwortung, hat diese Aufgabe aber an die Kreisverkehrsgesellschaft weitergegeben. Die 170.000 Euro vom Land werden vom Regierungspräsidium an den Dienstleister, das Rödermärker Busunternehmen Hain, ausgezahlt.
Diskutiert werden drei Möglichkeiten, um den Busverkehr aus entfernten Wohngebieten in die Trinkborn- beziehungsweise die Nell-Breuning-Schule nächstes Jahr zu sichern.
Plädoyer für Schul-Stadtbus
Die SPD sieht im Schul-Stadtbus eine ihrer Forderungen aus dem Jahr 2009 aufgegriffen. Zumal Rödermark eine der wenigen Kommunen im Kreis ist, in denen die Schüler extra befördert werden.
Fraktions-Vize Armin Lauer fordert vom Magistrat, diese integrierte Lösung in den Verhandlungen mit Kreis und Kreisverkehrsgesellschaft zu forcieren. Ein weiterer Pluspunkt dieser Variante: Sie wäre auf jeden Fall bis Ende 2014 befristet, denn ab 2015 werden die Linienbus-Konzessionen ohnehin neu vergeben. Die SPD wäre sogar bereit gewesen, das von der IGDB errechnete jährliche Defizit von 100.000 Euro vorab als städtisches Angebot in die Verhandlungen einzubringen. Lauer: „Wenn wir nicht entscheiden, entscheidet der Kreis für uns!“
Bürgermeister Roland Kern (AL) steht dieser Form eines Stadtbusses durchaus aufgeschlossen gegenüber, will zunächst aber abwarten, wie der Kreis seiner Beförderungspflicht für die 900 Rödermärker Schüler nachkommen will. Eine vorzeitige Übernahmeerklärung fürs Defizit lehnt er „in der schwierigen Endphase der Gespräche“ aber ab.
















