Naturschutzbund schneidet seltenen Uferschwalben Einflugschneise frei

    • aHR0cDovL3d3dy5vcC1vbmxpbmUuZGUvbG9rYWxlcy9uYWNocmljaHRlbi9yb2VkZXJtYXJrL3dlaWRlbi13ZWljaGVuLXZvZWdlbG4tbmFidS1yb2VkZXJtYXJrLTE2MTcwODYuaHRtbA==1617086Weiden weichen Vögeln0true
    • 28.02.12
    • Rödermark
    • 11
    • Drucken
    • T+T-

Weiden weichen Vögeln

    • recommendbutton_count100
    • 3
    • 0

Waldacker (chz) - Schwitzen für den Naturschutz am Berngrundsee: Bei strahlendem Sonnenschein kämpften sich Helfer des NABU durch das Weidendickicht am Nordufer.

© Ziesecke

Dr. Joachim Wink, der Vorsitzende des Naturschutzbundes (NABU) in Rödermark, ist für die gröberen Arbeiten zuständig: Er besitzt eine Motorsäge samt passender Schutzausrüstung.

In der ehemaligen Sandgrube, die die Rödermärker Ortsgruppe vor einigen Jahren gepachtet hat, ist der Verein seit 1985 bestrebt, eine Steilwand für Uferschwalben anzulegen. Die seltenen Vögel hatten dort schon einmal kurzfristig gebrütet, waren dann aber wieder abgeschwirrt.

In den vergangenen Jahren hat der NABU gemeinsam mit der Nell-Breuning-Schule das Gelände nun so weit abgeschirmt, dass die Natur sich erholen konnte - eine unabdingbare Voraussetzung für systematische Naturschutzarbeit. Mehrere große Weiden waren schon 2011 gefällt worden, um Platz für eine stabile Uferschwalbenwand zu schaffen.

In zwei Wochen müssen die Bäume weg sein

Um langfristig Erfolg zu haben, muss vor allem der Anflug frei sein, weshalb das Weidendickicht auf eine Länge von rund zehn Metern abgeholzt werden muss – „das ist etwa die Länge einer typischen Kolonie“, erläuterte Dr. Rüdiger Werner. Die gefällten Bäume müssen weggeschafft und unzählige junge, nachgewachsene Gehölze ausgelichtet werden. Die Aktion ist auf längere Zeit ausgelegt, zumal der Zeitraum sehr eng ist: in ein bis zwei Wochen ist Schluss mit Sägen und Lichten, dann beginnt die Brut- und Nistzeit der Vögel. Gerade die hier häufigen Stockenten sind Mitte März schon beim Nestbau.

© ZieseckeDr. Rüdiger Werner und Karl-Heinrich Hechler machten Uferschwalben den Weg frei und lichteten die jungen Weiden aus.

Trotz schönem Wetter waren nur sechs Erwachsene und zwei Kinder zum Arbeitseinsatz angerückt – einige Mitglieder waren krank, „und manchmal hat die Familie eben Vorrang“, bescheinigte Dr. Rüdiger Werner. Am Berngrundsee mit dabei war auch Stephanie Sauer, NABU-Helferin im Bundesfreiwilligenjahr, die mit ihrem Kollegen Linus Metko schon kleinere Vorarbeiten geleistet hatte und sich nun um die kaputten Stellen im umgebenden Zaun kümmerte. Während die Helfer vor allem dürres Geäst aus dem Dickicht zerrten, rückte Vorsitzender Dr. Joachim Wink den großen Stämmen mit der Motorsäge zuleibe. Ein großes Problem ist der Abtransport des geschlagenen Gehölzes – das leichte Reisig wird am Rand aufgestapelt, doch die dickeren Stämme müssen abgefahren werden. In der Vorwoche hatte der NABU schon ein kleines Grundstück am Rödermarkring freigeschnitten, dessen Überreste in fünf Partien vom Bauhof abtransportiert werden mussten.

Nur an der Nordseite des Sees ist der benötigte lehmige, stabile Untergrund zu finden. Wenn die Weiden abgeräumt sind, muss eine Fachfirma den Hang abstützen. Die kostspielige Aktion läuft dann gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde – das hoffen jedenfalls die Rödermärker NABU-Helfer. „Unser großes Ziel ist es, das Gelände zum Naturschutzgebiet zu machen“, blickt Dr. Rüdiger Werner nach vorne.

zurück zur Übersicht: Rödermark

Lesen Sie auch:

IT-Experte in Ober-Roden zweifelt an Notwendigkeit des Kabelnetzes

Glasfasernetz: IT-Experte zweifelt an Notwendigkeit

Rödermark - Die Stadt setzt weiter auf den flächendeckenden Aufbau eines Breitband-Glasfasernetzes, um das Internet für möglichst viele Bürger zur Datenautobahn zu machen. Von Michael LöwMehr...

Kommentare

Facebook 'Like' wird geladen... Inhalt wird geladen - Downloadanzeige

standardfalse280like

Aktuelle Fotogalerien

zurück

vor

weitere Fotogalerien:

Foto-AktionJetzt abstimmen!

Wir suchen die drei schönsten Frühlingsbilder der Region! Wählen Sie aus der Top30 der Leserfotos Ihr Lieblingsbild.Mehr...

Mit der OP immer auf dem Laufenden

Fan der OP auf Facebook werden OP auf Twitter folgen OP-Videos auf YouTube abonnieren RSS-Feeds der OP abonnieren Social Buttons OP
Verbinden Sie sich mit der Redaktion.
Per Facebook, Twitter, YouTube und RSS.

Artikel lizenziert durch © op-online
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.op-online.de

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.