Der Verzehr von Äpfeln gehört zu seinem Beruf und er kann sich nicht daran erinnern, in den letzten 35 Jahren ernsthafter krank gewesen zu sein.
An der Straße zwischen Langstadt und Schlierbach liegt inmitten blühender Apfelbäume der Bio-Hof Straßenmühle. Seit 1978 baut Burkard Wolff hier Äpfel an. Die Blüte hat begonnen, die Luft ist erfüllt von Vogelgezwitscher und dem Summen der Insekten, im Innenhof des teilweise 500 Jahre alten Gehöfts duftet es nach Äpfeln und die blühenden Bäume geben ein malerisches Bild ab.
Doch hinter der ländlichen Idylle steckt ein hartes Stück Arbeit: Rund 1 700 Bäume pflegt der Bio-Landwirt, das ergibt bei der jährlichen Ernte ungefähr 150.000 bis 200.000 Äpfel - was rund 30 bis 40 Tonnen der Früchte entspricht. Insgesamt 40 Sorten hat er im Angebot, darunter Boskop, Elstar, Junagold oder Topaz – „die einzige Biosorte, die sich etabliert hat.“ Dabei ist der Markt unberechenbar geworden: „Alles muss heute günstig sein, ich werde die Äpfel zwar noch los, aber es ist schwieriger geworden. Der Preiskampf zwischen den Großhändlern wird auf dem Rücken der Erzeuger ausgetragen.“ Außerdem ist das Geschäft schnelllebig: „Das Sortenkarussell dreht sich furchtbar rasch, ich laufe zwar nicht jedem Trend hinterher, aber ich schwimme schon auch mit.“
In der Erntezeit bleibt es übrigens nicht bei der täglichen Frucht: Um zu testen, ob sie schon reif sind, vertilgt der 61-Jährige an manchen Tagen gar bis zu 14 Äpfel.











