Exakt diese Hoffnung hegten auch Lothar M. und seine Freunde, die 20 Euro Eintritt für eine Veranstaltung gleichen Namens im Museum für Angewandte Kunst am 31. Dezember zahlten und sich auf den von den Kunst-Managern auf der Museums-Homepage versprochenen gehobenen Stil, die gute Musik und eine geschmackvoll gestaltete Location freuten.
Überfüllte Räume und Durchgänge
Allerdings: Es kam nach ihrer Schilderung völlig anders. „Wir sind, obwohl wir Tickets hatten, lange Zeit gar nicht reingekommen, weil die Warteschlange ein paar hundert Meter lang war“, ärgert sich M. Die Freunde Joachim und Petra, selbst erfahrene Partygänger, erinnern sich mit Grausen an die überfüllten Räume und Durchgänge mit „herumirrenden Besuchern, die nicht wussten wohin“. Die Bar sei unterbesetzt, das Personal lustlos, die Getränke teuer und die Garderobe „das reine Chaos“ gewesen. In einem Veranstaltungssaal hätten noch Tische und Stühle eines vorangegangenen Essens im Weg gestanden. Auch die „erbärmlich ausgesteuerte“ Musik konnte die Gruppe sowie zwei weitere Leser unserer Zeitung nicht überzeugen. „Was geboten wurde, war selbst für 20 Euro eine Unverschämtheit“, so Joachims Fazit.
Vorsicht bei All-Inclusive-Veranstaltungen
„Über Geschmack lässt sich eben streiten“, so Huth. Und dies ist wohl die erste Lehre aus dem enttäuschenden Silvester von Lothar und Co. im Museum für Angewandte Kunst. Die zweite Lehre könnte lauten: Vorsicht bei vollmundig beworbenen All-Inclusive-Veranstaltungen, die man nicht aus Erfahrung oder aus Schilderungen kennt. Und wer glaubt, das Prädikat „Im Museum“ stehe automatisch für Ästhetik, Muße und Niveau, kann auf die Nase fallen.
So feiert die Welt ins neue Jahr
mic





























































