Etwas mehr als eine Woche bevor die 175 Meter lange Main-Brücke auf schwimmende Pontons gehievt und in ihre endgültige Position geschoben wird, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.
Fast drei Tage soll es dauern, bis das rund 2200 Tonnen schwere Bauwerk - samt 600 Tonnen schwerer Hilfsgerüste - den Süden der Stadt mit dem Osthafen verbindet. Um den Stahlkoloss zu bewegen, sind an beiden Enden sechs bis acht Schwerlastplattformwagen notwendig, wie die Projektleiterin beim Straßenamt, Susanne Kurzius, am Mittwoch bei einem Rundgang berichtete.
Brückenschlag am 20. August
Etwa 1700 Fahrzeuge werden dann nach Berechnungen der Stadt täglich über die Brücke am neuen Osthafenpark rollen, viele davon Anlieger des Hafens, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiert. Zwei Spuren gehen nach Süden und eine nach Norden, außerdem gibt es auf beiden Seiten deutlich von der Fahrbahn abgetrennte Fuß- und Radwege.
42 Millionen Euro teure Vorhaben
„Schon in den ersten Ausbauplänen des Osthafens Anfang des 20. Jahrhunderts war eine Brücke über den Main geplant, die aber nie errichtet wurde“, zitiert die Stadt ihren Planungsdezernenten Olaf Cunitz (Grüne). Unumstritten ist das rund 42 Millionen Euro teure Vorhaben, das nach den Plänen seines Architekten Ferdinand Heide Schwarz gestrichen werden soll, aber nicht. Manche kritisieren die Osthafenbrücke als unnötiges Prestigebauwerk für EZB-Banker. Andere befürchten im Süden viel mehr Verkehr durch die neue Abkürzung. Die könnte auch bis nach Offenbach Probleme verursachen.
dpa



© dpaDerzeit liegt sie noch auf dem trockenen Frankfurter Ufer am Osthafen: die neue Mainbrücke, die in wenigen Tagen aufgebaut wird.






