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Kletter-Turnier in Darmstadt mit Profis und Amateuren

Angela lässt alle Männer hinter sich

010.03.10|Lokalsport|Lokalsport|
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Artikel: Angela lässt alle Männer hinter sich

Darmstadt ‐ „Wir waren natürlich sehr gespannt, ob die zweite Auflage beim Publikum genauso gut ankommen würde wie die erste“, bangten Roman Polak und Peter Reinthaler vor dem großen Ereignis. „Unsere Hoffnungen haben sich voll erfüllt“, freuten sich die Organisatoren Polak und Reinthaler nach dem Top-Event. Von Jens Dörr

© Jens Dörr

Jonas Baumann in der Darmstädter Kletterwand.

Die „Challenge The Wall“-Tour hatte vergangene Woche ihren Auftakt in München - und am Freitagabend feierte sie in Darmstadt ihre stimmungsvolle Fortsetzung.

Rund 500 Kletter-Fans im zum Bersten gefüllten Kletterzentrum des Deutschen Alpenvereins (DAV) der Sektion Darmstadt-Starkenburg waren zu der Show-Veranstaltung an der Kletterwand gekommen, bei der sich insgesamt sechs Stars der deutschen und österreichischen Kletterszene in Zweier-Teams mit sechs Amateuren aus Darmstadt untereinander maßen.

Am Ende hatte dabei - ob des Spektakels bei lauter Party-Musik und unter stetiger tosender Anfeuerung fast schon Nebensache - die Österreicherin Angela Eiter im Team mit Hobby-Kletterer Fabian Gutknecht-Stör die Nase vorne. Besser gesagt: Mit 123 Punkten die meisten gesammelt, weil die meisten Griffe erklettert. Zweimal erklomm jeder Spitzensportler und jeder Amateur die Wand, die in Darmstadt fast 20 Meter hoch ist. Nicht einmal jeder der Halb- oder Ganz-Profis schaffte das, die Darmstädter flogen meist auf halber Höhe von der Wand.

Angela Eiter kletterte bis „on the top“

Und das, obwohl sie einen entscheidenden Vorteil gegenüber den Spezialisten genossen: Sie kannten die Route bereits vorher, die Spezialisten nicht. „Das ist ein riesiger Vorteil und vereinfacht die Sache an der Wand ungemein“, merkte etwa Thomas „Shorty“ Tauporn, einer der besten deutschen Sportkletterer, an.

Angela Eiter focht das derweil nicht an. Die 24-Jährige kletterte bis „on the top“, also bis zum letzten Griff der mit gemeinen Überhängen ausstaffierten Route.

Für Frauen und Männer gab es dabei verschiedene Wege, die die Routenbauer ausgetüftelt hatten. Mehr als Eiter kann man im Klettersport kaum erreichen: 2005 und 2007 wurde sie Weltmeisterin, errang im Vorstieg gleich dreimal den Sieg des Gesamt-Weltcups (2004, 2005 und 2006).

In Duisburg wurde sie 2005 Erste bei den „World Games“, siegte fünfmal beim „Rockmaster“, einem prestigeträchtigen Kletter-Wettkampf in Arco am Gardasee. Kein Wunder, dass bei ihr nach dem Wettbewerb in Darmstadt besonders viele Autogrammjäger Schlange standen.

In Kürze wird das Darmstädter DAV-Kletterzentrum, wo im vergangenen Jahr bereits Deutsche Meisterschaften stattfanden, erneut Schauplatz eines großen Wettkampfs im Sportklettern werden: Am 20. März (Beginn: 9.30 Uhr) finden die Offenen Hessenmeisterschaften der Jugend und Senioren statt.

Kaum weniger los war derweil bei den Kletter-Assen, die mit ihren Darmstädter Partnern auf den Plätzen des „Challenge The Wall“-Wettbewerbs landeten: Zweite wurde Anna Stöhr aus Österreich, die trotz intensiver Trainingsbelastung und WM-Titel in der Disziplin Boulder in Innsbruck Sport studiert. Den dritten Platz belegte das Team von Profi-Kletterer Kilian Fischhuber (Österreich), es folgten Thomas Tauporn (Deutschland), David Lama (Österreich) und Jonas Baumann (Deutschland).

Zufrieden waren am Ende nicht nur die Zuschauer, sondern auch Erwin Marz. Der Betreiber der Kletterhalle in Darmstadt und deutsche Bundestrainer sprach von einer „sehr runden Sache“.

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