Offenbach - „Hallo, hier ist der Pascal, ich bin jetzt in Tallinn.“ Die Überraschung war groß bei diesem Rückruf aus Estland. Von Stefan Moritz

© Imago
Will für eine Medaille bei den Olympischen Spielen 2012 alles geben: der Offenbacher Zehnkämpfer Pascal Behrenbruch.
Dorthin hat es den Offenbacher Zehnkämpfer Pascal Behrenbruch verschlagen, der sich nach dem Rauswurf aus dem „Top Team“ des deutschen Leichtathletik-Verbandes für die Olympischen Spiele 2012 in London einen neuen Trainer suchen musste. Den hat der WM-Siebte dieses Jahres nun in Erki Nool gefunden, dem Zehnkampf-Olympiasieger der Spiele 2000 in Sydney.
„Ich habe mich in der Szene erkundigt, er wurde mir empfohlen“, sagt Behrenbruch, der dann zu einem Probetraining nach Tallinn flog. Der 41 Jahre alte Nool, seit seinem Olympiasieg ein Volksheld in Estland, ist dort seit 2007 Abgeordneter im Landesparlament. Seine Stärken im Zehnkampf waren Stabhochsprung und Weitsprung - Behrenbruchs Schwächen. „Erki hat mir gesagt, wenn er bei mir nur ein Potenzial für 8400 Punkte sieht, hat er keine Lust, mich zu trainieren. Nur wenn er sieht, dass ich mich steigern kann“, sagt Behrenbruch, dessen persönliche Bestleitung 8439 Punkte als WM-Sechster 2009 in Berlin sind, der aber im August bei der WM im südkoreanischen Daegu nur auf 8211 Punkte kam. „Erki hat mich dann springen lassen, rennen lassen, utopische Zeiten gefordert. Er wollte meinen Willen testen und meine Bereitschaft, zu tun, was er sagt. Ich habe alles gemacht, bis zur völligen Erschöpfung. Und dann hat er zugestimmt, mich zu trainieren“, sagt Behrenbruch.
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(67.4)%Ja, Sport in einem Verein macht Spaß und stärkt den Zusammenhalt.
(14.2)%Nein, ich bin ein Einzelgänger. Gehe lieber ins Fitnessstudio oder Joggen.
(4.7)%Noch nicht. Werde mich aber demnächst anmelden.
(13.7)%Sport? Ich bin froh, wenn ich mich nach der Arbeit nicht mehr bewegen muss.



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