221.01.10|Lokalsport|Lokalsport|
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Offenbach ‐ Der Frust saß tief. Verständlicherweise. Das geben Brian Miles-Smith vom Judoclub Samurai Offenbach und sein Trainer Francesco Liotta unumwunden zu. „Wir haben fast ein Vierteljahr hart trainiert. Bis zu 30 Stunden die Woche. Brian war in Topform, besser geht es kaum - und dann so etwas. Da kannst du wahnsinnig werden“, sagt Liotta vor den Deutschen Judo-Meisterschaften in Bayreuth. Von Holger Appel

© Georg
Brian Miles-Smith (rechts) in Aktion.
Miles-Smith nimmt nicht daran teil. Doch aus dem Frust ist nun eine „Jetzt-erst-recht“-Reaktion geworden. Was ist passiert? Der 22 Jahre alte Offenbacher, Mitfavorit in der Klasse bis 60 Kilogramm, wollte in der vergangenen Woche als Abschluss der Vorbereitung auf die Titelkämpfe an einem Lehrgang des Hessischen Judo-Verbandes teilnehmen. In Österreich. Doch der Kleinbus, in dem er mit seinem Offenbacher Samurai-Kollegen Lukas Sonne hinten auf der Rückbank saß, kam auf der Autobahn nur bis in die Nähe von Würzburg. Dort war er in einen Unfall verwickelt. Ein BMW stand laut Miles-Smith nach einem vorhergegangenen Crash unbeleuchtet auf der Autobahn.
Der Fahrer des Kleinbusses habe keine Chance gehabt. Während Sonne mit einem abgebrochenen Zahn, Prellungen und blauen Flecken bei diesem Horrorunfall relativ glimpflich davonkam und bereits wieder am Training in der Humboldtschule teilnimmt, muss Miles-Smith nach einem Kapselriss und einem lädierten Außenband im linken Knie mit einer längeren Trainings- und Wettkampfpause rechnen. Das Aus für den Titeltraum bei der Deutschen Meisterschaft. „Die Enttäuschung war zunächst riesengroß“, sagt Miles-Smith, fügt aber sofort hinzu: „Man muss jetzt nach dem ersten Schock aber auch ganz klar sagen, wir haben Glück gehabt. Wir müssen froh sein, dass nicht noch mehr passiert ist. Es hätte sicherlich weitaus schlimmer ausgehen können.“
Spätestens bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft am ersten Augustwochenende in Hamburg soll die große Offenbacher Aufholjagd beginnen.
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(55.0)%Ja, Sport in einem Verein macht Spaß und stärkt den Zusammenhalt.
(15.0)%Nein, ich bin ein Einzelgänger. Gehe lieber ins Fitnessstudio oder Joggen.
(0.0)%Noch nicht. Werde mich aber demnächst anmelden.
(30.0)%Sport? Ich bin froh, wenn ich mich nach der Arbeit nicht mehr bewegen muss.

