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Schwierige Anreise für Offenbacher Triathletin Julia Bohn zum Ironman Südafrika

Nichts für schwache Nerven

Offenbach ‐ Sie saß auf heißen Kohlen, hatte mehrere schlaflose Nächte und diverse Nervenzusammenbrüche. Die Offenbacher Triathletin Julia Bohn wollte ursprünglich am vergangenen Sonntag nach Port Elisabeth fliegen, um sich noch eine Woche vor Ort auf den Ironman Südafrika vorzubereiten und an die klimatischen Bedingungen zu gewöhnen. Von Holger Appel

© vum

Die Offenbacherin beim Radfahren.

Die Aschewolke über Europa hat das verhindert. Die Hängepartie begann. Gestern hat sie nun einen Platz in einem anderen Flieger bekommen. Ein Stein sei ihr vom Herzen gefallen, sagt die 30-Jährige vor dem Abflug ans Ostkap.

In Port Elisabeth bestreitet sie den zehnten Ironman ihrer Karriere seit 2003 über die Langdistanz. Bohn hofft trotz der schwierigen Anreise auf einen Platz in den Top 10. Ihre Bestzeit von 10:14 Stunden, aufgestellt im Vohrjahr beim Ironman Kärnten in Klagenfurt, wird sie in Südafrika wohl kaum unterbieten. Das Schwimmen im Ozean, eine immense Herausforderung für alle Teilnehmer, sowie der meist starke Wind auf Rad- und Laufstrecke werden das nicht zulassen.

© vumJulia Bohn

Seit November hat sich Bohn auf diesen Wettbewerb konzentriert, hat das Arbeitspensum als Fitnesstrainerin bei der TG Bornheim und im Frankfurter Laufshop reduziert. Selbst bei Minustemperaturen war sie im Winter mit dem Rennrad und den Joggingschuhen in der Region unterwegs, hat zudem stundenlang auf dem Ergometer trainiert „und im Schwimmbad die Kacheln gezählt“, wie sie berichtet. Ihr neue Trainer Mario Schmidt-Wendling hat detaillierte Vorbereitungspläne erstellt, dabei den Schwerpunkt auf das Laufen gesetzt. „Ich bin mehr gelaufen als je zuvor, habe mehr auf Technik geachtet und dürfte jetzt in der Lage sein, die 42,2 Kilometer relativ konstant durchzuhalten - das war bisher nicht der Fall“, sagt Bohn und ergänzt: „Ich bin - trotz der vergangenen Tage - bestens vorbereitet und hoch motiviert. Ich bin mit weniger intensiver Vorbereitung meist in den Top 20 gelandet, deshalb soll nun der nächste Schritt nach vorn folgen“, sagt die EOSC-Athletin.

Nach dem Wettkampf will sie sich noch bis zum 4. Mai in Südafrika erholen. Für den 4. Juli in Klagenfurt und den 5. September in Köln hat sie zwei weitere Wettkämpfe über die Langdistanz geplant. Spätestens dann will sie unter zehn Stunden bleiben.

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