Vorbei sind die Zeiten, in denen Pferde durch die Prärie trabten oder zwielichtige Gestalten Postkutschen und Eisenbahnen überfielen. Mit „Call of Juarez – The Cartel“ zeigt Entwickler Techland, wie man ein gutes Spielgerüst wegwerfen und durch alltägliche Billigware ersetzen kann. Von Jan Schmitt

© Ubisoft
Jeeps statt Pferden, Automatikgewehre statt Revolvern und alberne Sprüche statt coolen Westernklassikern - wäre da nicht die typische Umgebung, so hätte „Call of Juarez – The Cartel“ kaum etwas mit seinen Vorgängern gemein.
Der Markt ist gesättigt. Shooter gibt es an jeder Ecke, zu jeder Thematik, mit unzähligen Helden und Widersachern, im Dschungel, in der Großstadt, in der Vergangenheit, in der Zukunft oder im All. Wer sich aus der Masse hervorheben will, der muss Risiken eingehen, neue Elemente einbringen oder an der Grenze zur Perfektion arbeiten. „Crysis“ brachte den Nano-Suit mit dezenten Superheldenfertigkeiten, „Max Payne“ die Zeitlupenfunktion, „Bulletstorm“ die Belohnungen für besonders verrückte Tötungen. Die Spielereihe „Call of Juarez“ hatte die recht selten genutzte Westernthematik.



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