Es knallt, kracht, splittert und gackert derzeit wieder auf den Computern in Deutschland. Die „Diablo 3“-Beta hat begonnen und Tausende stürzen sich als Hexendoktor und Barbar in die Gruften und Keller. Wir waren dabei. Von Jan Schmitt

© op-online.de
Die Waffe griffbereit, die Magie bereit zum Einsatz: Elf Jahre nach dem Hit „Diablo 2“ konnte op-online.de die Beta-Version des Nachfolgers testen.
Umringt von dutzenden Skeletten steht ein Mann tief unter der Erdoberfläche in verschachtelten Gängen einer Kathedrale. Die Augen blicken grimmig über den Rand des hoch erhobenen Schilds, die Axt liegt fest in der großen, fast schon wuchtigen Hand. Ein wütender Schrei ertönt, dann startet der Kampf. Köpfe fliegen, Knochen rutschen klappernd über die großen Steinfliesen und immer wieder saust der schwere Axtkopf nieder, zerteilt Schilder, Speere und Rüstungen. Begleitet wird der martialische Lärm vom Geräusch fallender Münzen – und gackern.
Durch den Wegfall der individuellen Attributspunkt- und Talentbaumwahl spielen nun die zahlreichen Ausrüstungsgegenstände eine viel größere Rolle als noch in den Vorgängern oder vergleichbaren Titeln. Das motiviert, denn zu Beginn findet sich noch alle paar Minuten ein Item, dass den eigenen Charakter verbessert. Wer Glück hat, der stößt schnell auf magische Versionen, die Boni wie automatische Regeneration oder eine erhöhte Chance auf das Finden weiterer magischer Gegenstände bietet. So füllt sich schnell die Tasche mit nützlichem und unnützem Allerlei. Wer möchte, der kann alles direkt im Inventar verkaufen, magische Gegenstände lassen sich zudem zerlegen und von zum Beispiel Schmieden zu neuen magischen Dingen zusammenfügen.
Grafisch ist „Diablo 3“ durchaus ansehnlich und überzeugt immer mit einigen hübschen Details. Schläge und Erschütterungen lassen Spinnenweben schwingen, Bücher und Gegenstände rutschen zur Seite und zerschmetterte Barrieren fallen physikalisch korrekt zusammen. Wer die Grafik herunterschraubt kann das Spiel allerdings wohl auch auf älteren Rechnern genießen. Eine Konsolenversion ist zudem – anscheinend – in Arbeit. Auch die Soundeffekte, sowie der subtil vor sich hinklimpernde Soundtrack sorgen für Atmosphäre und ein gelungenes Spielgefühl. An der Steuerung lässt sich bisher zudem ebenso nichts bemängeln.



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