Angepriesen als revolutionär unkonventionelles Spieldesign mit lebensechten Gesichtern ist „L.A. Noire“ schon länger in den Medien vertreten. Lügen sollen aus den Gesichtern ablesbar sein, Verhöre sich wirklich real anfühlen. Doch ist das alles? Von Jan Schmitt

© Rockstar-Games
Stilvolle Kleidung, rauchige Atmosphäre, zwielichtige Gestalten. In „L.A. Noire“ sitzt man vielen lebensechten Charakteren gegenüber. Die realistische Mimik sorgt für funktionierende Verhöre.
Die ersten Schritte in „L.A. Noire“ sind überwältigend. In der Rolle von Cole Phelps, einem Kriegsveteranen, der nach seiner Karriere beim Militär bei der Polizei anfing, arbeitet sich der Spieler vom Verkehrspolizisten bis an die Spitze der Mordkommission empor. Dabei fällt insbesondere die liebevoll detaillierte Stadt auf. Nicht nur die rund 30 Denkmäler wurden präzise nachgebaut, auch Kleinigkeiten wie Flaschen, Häuser, Schaufenster und Plakate wurden im Stil der 40er erstellt und runden den super Ersteindruck ab. Die Stadt lässt sich zudem frei in unzähligen Oldtimern befahren und jeder Winkel sich real erkunden. Ja, die ersten Stunden des Spiels künden wirklich von einem Menge Spaß.
Hat sich also nach den ersten Haupt- und Nebenmissionen Routine eingestellt, so bleibt noch die Stadt. Also fährt man herum, besichtigt, sammelt Wagen und goldene Filmrollen und...ja, viel mehr gibt es eigentlich nicht zu tun. Zwar wurde die Stadt schön und detailliert aufgebaut, wirklich lebendig ist sie jedoch nicht. Häuser lassen sich zum Großteil nicht betreten, Geheimnisse nicht finden, kleine Spielereien wie in der „GTA“-Serie nicht aufstöbern. Also legt man das Spiel beiseite und setzt sich ein paar Tage später wieder daran. Und siehe da: Es wirkt. Für kurze Runden zwischendurch, maximal wenige Stunden pro Tag, macht „L.A. Noire“ richtig Spaß. Krimifans erfreuen sich an den unterschiedlichen Fällen, dem miträtseln bei den Verhören, der Spannung, die aufkommt, wenn man sich nicht sicher ist, ob einem wirklich der Mörder gegenüber sitzt.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.