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Brandschützer in Babenhausen ziehen Bilanzdes Jahres 2011

Feuerwehr öfter bei schweren Unfällen

Babenhausen (pg) - Die 61 ehrenamtlichen Feuerwehrleute der Kernstadt hatten 2011 wieder mehr als genug zu tun. Insgesamt 124 Einsätze, zwei weniger als im Jahr davor, galt es zu bewältigen. „Der Schwerpunkt lag, wie in den letzten Jahren, bei den technischen Hilfeleistungen.

© Petra Grimm

Wehrführer Florian Sawallich (rechts) freut sich über die Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr und zahlreiche Beförderungen.

Auffällig war diesmal aber die Zahl an schweren und tödlichen Verkehrsunfällen“, sagte Wehrführer Florian Sawallich bei der Jahreshauptversammlung der Einsatzabteilung und des Feuerwehrvereins am Freitagabend. Er gab einen Überblick über die Einsätze und andere Aktivitäten der Feuerwehrleute, die zu 32 Brandeinsätzen, 70 technischen Hilfeleistungen, 15 Fehlalarmen und sieben Kleineinsätzen beziehungsweise Dienstleistungen ausrückten. An der Spitze der Hilfeleistungen stehen 18 Ölspuren, die beseitigt werden mussten. Die Aktiven konnten bei ihren Einsätzen 16 Menschen retten beziehungsweise versorgen, für fünf kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Zwei Drittel der Einsätze fanden bei Tag, das heißt zwischen 6 und 18 Uhr statt. Das ist ein Problem, wie Sawallich erläuterte: „Denn die meisten Aktiven arbeiten außerhalb des Stadtgebietes und stehen für Einsätze tagsüber nicht zur Verfügung. Die aktive Wehr sucht immer noch Mitglieder. 61 Personen sind zu wenig für solch eine große Stadt“. Er forderte die Anwesenden auf, bei Bekannten und Freunden Werbung für die Jugendfeuerwehr und die Einsatzabteilung zu machen.

Die Summe der ehrenamtlich geleisteten Stunden ist wieder beeindruckend. So wurden für die 124 Einsätze insgesamt 1657 Stunden aufgebracht, für Brandsicherheits- und Absperrdienste waren es 259 Stunden, dazu kommen 2036 Stunden für Ausbildungen, Übungen, Verpflegungs- und Küchendienste und 361 Stunden ehrenamtliche Arbeitsdienste im Stützpunkt, darunter Einsatzberichte, EDV, Wartung und Pflege von Fahrzeugen und Geräten. Alles in allem haben die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr 4 313 Stunden ehrenamtlich geleistet. Für diese Einsatz- und Fortbildungsbereitschaft und ihre Zuverlässigkeit dankten ihnen Bürgermeisterin Gabi Coutandin und Stadtverordnetenvorsteher Wulf Heintzenberg. Beide erwähnten auch die enormen psychischen Belastungen der ehrenamtlichen Helfer, „die noch schwerer wiegen als die körperlichen“, so Heintzenberg. Stadtbrandinspektor Mario Wörner berichtete, dass die Bestellung für den Digitalfunk „raus“ sei und man hoffentlich in vier bis sechs Wochen die Geräte dann in der Hand habe, um sie erproben zu können.

Zum umfangreichen Programm der Versammlung gehörten auch Neuwahlen des Wehrausschusses und Beförderungen. Die Wahlen gingen flott über die Bühne. Wehrführer Florian Sawallich und sein Stellvertreter Siegfried Kinz bleiben im Amt. Der neue Jugendwart ist Thomas Olstinski, sein Stellvertreter Sascha Wildgrube. Zum Gerätewart wurde Kevin Altwasser gewählt. Die vier Beisitzer mit verschiedenen Aufgaben sind Michael Rüd (Schriftführer), Mario Wörner (Atemschutzgerätewart), Klaus Rühl und Achim Frankenberger (beide Ausbildung). Der Vertreter der Ehren- und Altersabteilung im Feuerwehrausschuss bleibt Fritz Rademer.

Bürgermeisterin Gabi Coutandin nahm mit Stadtbrandinspektor Beförderungen vor. Zu Feuerwehrmännern wurden Julian Wörner, Finn Blümler, Sören Grundmann und Daniel Koestel ernannt. Zur Oberfeuerwehrfrau wurde Pia Flechsenhar, das einzige weibliche Mitglied der Einsatzabteilung, befördert. Oberfeuerwehrmänner sind jetzt Steffen Kinz, Maximilian Willand, Sascha Wildgrube und Marco Malingriaux. Erst im November aus der Jugendabteilung übernommen wurden Matthias Malingriaux und Tim Pfleger.

Auch beim Feuerwehrverein gab es Neuwahlen (Bericht folgt).

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