Darmstadt-Dieburg (st) - Der Landkreis hat 2008 ein umfassendes Bau- und Sanierungsprogramm aufgelegt, mit dem die Kreisschulen systematisch saniert und bei Bedarf neu gebaut werden. Die erste Phase sei 2011 erfolgreich abgeschlossen worden, heißt es aus dem Kreishaus.
„Als 2009 wegen der Finanzkrise landes- und bundesweite Konjunkturprogramme aufgelegt wurden, konnten wir schnell reagieren, denn Konzepte für unsere Schulen lagen schon bereit“, erinnert sich Schuldezernent Christel Fleischmann. „In den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr haben die Mitarbeiter des DaDi-Werks alle aus den Konjunkturprogrammen finanzierten Maßnahmen fristgerecht abgerechnet. Das war ein Kraftakt, denn allein mit diesen Landes- und Bundesmitteln haben wir rund 44,4 Millionen Euro verbaut“, berichtet Fleischmann. Ruhe wird jedoch noch längst nicht einkehren, weder in den Schulen noch in den Büros von Planern, Architekten und Verwaltungsleuten des DaDi-Werks, Gebäudemanagement.
Denn die zweite Phase des Neubau- und Sanierungsprogramms hat bereits begonnen: Bis 2018 will der Kreis insgesamt 300 Millionen Euro an Krediten aufgenommen haben, um seine Schulen nachhaltig fit zu machen. Auch wenn die Summe erst einmal hoch erscheine, merkt Fleischmann an, seien das umgerechnet lediglich rund 1 000 Euro pro Landkreisbewohner, verteilt auf zehn Jahre. „Das sind gute Schulen und Bildung allemal wert“, so der Schuldezernent.
An dem Neubau der Joachim-Schumann-Schule in Babenhausen geht es zügig voran. Wenn alles weiterhin nach Plan läuft, kann im Oktober 2012 eingezogen werden. Kosten entstehen in Höhe von 24,6 Millionen Euro. 10,3 Millionen werden aus dem Kommunalen Investitionsprogramm des Bundes bezahlt, den Rest übernimmt der Landkreis.
Einen Schwerpunkt der Investitionen legt der Landkreis darauf, dass seine Schulen möglichst wenig Energie verbrauchen.
Das Atrium-Gebäude der Landrat-Gruber-Schule in Dieburg wird ebenfalls energetisch saniert. Der Innenausbau geht gut voran. Hier entstehen Kosten in Höhe von 6,5 Millionen Euro. 5,4 Millionen davon werden aus dem Sonder-Investitionsprogramm des Landes Hessen finanziert. Für die Sanierung des naturwissenschaftlichen Bereichs hat der Landkreis 850.000 Euro und in den Zubau für die Agrartechnik weitere 3,2 Millionen Euro aufgewendet.
Weitere Objekte sind beispielsweise die Dr.-Kurt-Schumacher-Schule in Reinheim (5,1 Millionen Euro), vier Schulen in Weiterstadt, nämlich die Schlossschule (1,55 Millionen), die Albrecht-Dürer-Schule (12 Millionen), die Hessenwaldschule (16,65 Millionen) und die Wilhelm-Busch-Schule (1,6 Millionen).
An der Internationalen Schule des Schuldorfs Bergstraße gehen die Bauarbeiten für den zweiten und dritten Bauabschnitt dem Ende entgegen. Die Kosten betragen auf 9,3 Millionen. Nach den Osterferien soll das fünfeckige Gebäude bezugsfertig sein.
„Die Kreisschulen so auszustatten, dass sie wenig Energie verbrauchen, ist eine Aufgabe mit nachhaltiger Wirkung“, so Kreisschuldezernent Fleischmann. Denn auf Dauer würden damit nicht nur die Kassen geschont, sondern auch die Umwelt.
Rubriklistenbild: © op-online.de
Facebook 'Like' wird geladen...




Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.