Der „fromme Jungmann Michael“ und die „blonde Versuchung Raphaela“ suchen ihre Traumpartner - fürs Leben und fürs Bett. So wirbt RTL II für sein neues Herzschmerz-Format „Jungfrau sucht die große Liebe“. Die Dokusoap startet am Montag (7. Januar) um 21.15 Uhr mit einer Pilotsendung. Sieben Singles wollen auf ihre feurige Liebe treffen und endlich ihr erstes Mal erleben.
Natürlich verfolgt die Kamera die Auswahl der potenziellen Schnuckis samt Anbahnungsversuchen. So weit, so bekannt. Doch RTL II wagt, was die vielen Kuppelshows wie „Bauer sucht Frau“, „Schwiegertochter gesucht“ und „Der Bachelor“ bisher umgangen haben: Sie stellen den Sex ins Zentrum der Partnersuche.
Kritik: Show lässt „Genre niveaumäßig noch weiter sinken“
Die Bewerberinnen um ein Date soll Michael dann im Frühjahr in weiteren sechs Folgen kennenlernen - genau wie die anderen sechs Kandidaten. Vermutlich inszenieren die Verantwortlichen des Senders ein romantisches Tête-à-tête bei Kerzenschein. Enden könnte es mit den besten Küssen im Leben des 51 Jahre alten Jungmannes. Umgeben von mehreren Fernsehkameras, die nach diesen Küssen noch mehr erahnen lassen.
Dieses Konzept einer weiteren Kuppelshow für einsame Herzen dürfte dem Sender einige Häme einbringen. Schon vor dem Start kursiert im Internet Kritik: Von einer „Geschmacklosigkeit“ ist die Rede, die neue Show lasse das „Genre niveaumäßig noch weiter sinken“.
Doch die altbewährte Mischung aus Fremdschämen und Sex zieht - und so könnten auch dieses Mal die Quoten stimmen. Der kürzlich erneut gestartete „Bachelor“ auf RTL war jedenfalls ein Quotenerfolg. 4,16 Millionen Menschen sahen am Mittwoch zu, wie Junggeselle Jan aus Bad Honnef 20 knapp bekleidete Frauen in Südafrika kennenlernte. Bei einer Jungfrau greift RTL II denn auch noch besonders tief in die Trickkiste: Die 18-jährige Raphaela habe „ein kleines Geheimnis“.
dpa














