Das Thema: Jede Woche stellen wir Seiten, Ideen und Produkte rund um das Internet vor. Doch welche Menschen stehen dahinter? In einer Serie stellen wir einige vor.

© dpa
Steve Jobs, Gründer von Apple.
Querdenker, Computer-Nerd, Technik-Philosoph, Exzentriker, Außenseiter, Millionär, Visionär, Totgesagter - es gibt viele Titulierungen, mit denen Steven Paul Jobs binnen seiner bald 30-jährigen Karriere überhäuft wurde.
Doch keiner beschreibt die Bedeutung des 55-jährigen Gründers und Chefs des IT-Giganten Apple so gut wie diese: Jobs „ist der Henry Ford der Computerindustrie“ schrieb der Journalist Jeffrey S. Young bereits in den Achtzigern. Da hatte Jobs gerade den Macintosh vorgestellt, den ersten Computer für die Masse mit einer grafischen Benutzeroberfläche.
Heute huldigen dem i-(ich-) Kult weltweit Millionen Menschen. Zugegeben: Es ist fraglich, ob die Produkte, die Jobs mit seinen technikverrückten Mitarbeitern im kalifornischen Cupertino entwickelt, besser sind, als die des Erzrivalen Microsoft.
Klar ist: Ihr Design ist geradliniger, stylischer. Klare Formen, in weiß oder silber, kaum Knöpfe, kein Schnickschnack. Zudem versteht es der kontrollwütige Workaholic, die Geheimhaltung bei der Entwicklung für eigene Zwecke zu nutzen, frei nach dem Spruch: Mach dich rar, werd ein Star. Werd ein Genie, würde Jobs wohl korrigieren. Und Genie-Allüren - die liebt der einst mit Folksängerin Joan Baez Liierte und heute verheiratete Vater von vier Kindern ohnehin.
Bei Präsentationen gehört die Bühne nur ihm; das musste selbst Telekomchef René Obermann bei der iPhone-Vorstellung schmerzlich erfahren. Und dass die Apple-Aktie mit Meldungen über seine Bauchspeichelkrebs-Erkrankung stieg und fiel - das dürfte Jobs’ i geschmeichelt haben.
Von Tatjana Braun



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