"Um solche Vorkommnisse in der Zukunft zu verhindern, wurde veranlasst, dass nur noch Onkologen und nicht die Chirurgen dieses Medikament verabreichen dürfen", sagte Sprecherin Kerstin Endele am Donnerstag nach Angaben der Klinik. Ein Chirurg hatte dem krebskranken Jungen aus Versehen die hundertfache Dosis eines Zellgifts gespritzt. Der 15-Jährige fiel daraufhin ins Koma und starb Ende Februar. Die Charité bestätigte Medienberichte ("Bild"-Zeitung, "Berliner Morgenpost").
Ob der Junge an der Überdosis gestorben ist, sei jedoch unklar, sagte Endele: "Wir haben von den zuletzt behandelnden Ärzten keine Informationen, ob das Kind an den Folgen dieses Zwischenfalls oder im Kontext seines bösartigen Grundleidens verstorben ist." Der behandelnde Arzt sei lediglich ermahnt worden und dürfe weiter operieren, berichtete die Zeitung "Berliner Morgenpost". Die Mutter des Jungen wolle den Arzt zur Rechenschaft ziehen, hoffe aber, sich außergerichtlich mit ihm einigen zu können.
dpa










