007.12.0907.12.09|DeutschlandFacebook
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Herxheim -

© dpa
Skelettreste liegen im sogenannten Doppelgraben in Herxheim (undatiertes Archivfoto). Archäologen werten Spuren in einem 7000 Jahre alten Grab im pfälzischen Herxheim als Zeichen von Massenkannibalismus.
Wissenschaftler entdeckten bei Herxheim die sterblichen Überreste von Hunderten Menschen, wie die Fachzeitschriften “Antiquity“ und “Science News“ berichteten. Die Betroffenen seien vor etwa 7.000 Jahren möglicherweise rituell geopfert und anschließend aufgegessen worden.
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Der französische Archäologe Bruno Boulestin vermutet nach Angaben von “Science News“, dass es sich bei den geopferten Menschen um Sklaven, Kriegsgefangene und andere Unfreie handelte. Die zertrümmerten Knochen wurden nach Angaben der Archäologen in verschiedenen Gruben verscharrt.
Da diese Praxis nur wenige Jahrzehnte andauerte, schließt Boulestin auf eine soziale und politische Krise, die sich in einer Welle der Gewalt entlud. Die These vom Kannibalismus in der steinzeitlichen Pfalz ist unter Wissenschaftlern umstritten. Nach Angaben von “Science News“ sind die deutschen Archäologen Miriam Haidle und Jörg Orschiedt der Auffassung, dass die Herxheimer Funde ausschließlich Ergebnis einer rituellen Bestattungspraxis sind.
Dass bei den menschlichen Überresten oft Unterkiefer und Schädelbasis fehlten, verweise auf ein besonderes Begräbnisritual und habe nichts mit Kannibalismus zu tun.
AP
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