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Bürgermeister muss nach Katastrophe bei der Loveparade vor Trauernden in Duisburg flüchten

Trauernde in Wut: Bürgermeister muss flüchten

026.07.10|Deutschland|Deutschland|
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Artikel: Trauernde in Wut: Bürgermeister muss flüchten

Duisburg - Der Duisburger Bürgermeister Adolf Sauerland ist am Sonntag mit Müll beworfen worden. Er wollte den Unglücksort besuchen. Doch dann musste er in seinem Dienstwagen vor den Trauernden flüchten.

© dpa

Bürgermeister Adolf Sauerland muss mit dem Auto vor den Trauernden flüchten.

Gegen 19.23 Uhr kam Bürgermeister Adolf Sauerland laut einerm Bericht der Bild-Zeitung zusammen mit einigen Mitarbeitern am Unglücksort am Rande des Loveparade-Geländes an.

Bilder: Trauer um die Toten der Loveparade

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Dort traf ihn die Wut der Trauernden mit voller Wucht - ein Mann soll ihn sogar mit Müll beworfen haben. Die restlichen Anwesenden sollen eine Traube um den Bürgermeister geildet und ihren Unmut mit Buh-Rufen und Beschimpfungen kundgetan haben.

Ein Leibwächter brachte den 55-Jährigen schließlich vor den etwa 120 Menschen in Sicherheit. Er flüchtete in seinem Dienstwagen.

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Zahlreiche Vermisstenfälle noch ungeklärt 

Zwei Tage nach der Massenpanik sind offiziell noch immer zahlreiche Menschen als vermisst gemeldet. Am Montagmittag war nach Polizeiangaben noch der Verbleib von 1.138 Menschen ungeklärt, die nach der Katastrophe meist von Angehörigen vermisst gemeldet worden waren. Das bedeutet allerdings nicht, dass so viele tatsächlich noch vermisst werden. Laut Polizei versäumen es viele Angehörige zu melden, dass die Vermissten wieder zu Hause sind. “Wir bitten die Angehörigen von bislang als vermisst geltenden Personen daher um sofortige Mitteilung nach deren Rückkehr“, appellierte die Polizei an die Betroffenen und gab dafür die Telefonnummern 0203-280-4125, - 4128 oder -4526 an, die tagsüber besetzt seien. 

pie/dapd

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