Sonneberg/Meiningen - Weil Polizisten seinen Notruf falsch einschätzten, soll ein Thüringer qualvoll in seinem Auto gestorben sein.
Der Mann aus Sonneberg habe am 16. September auf dem Nachhauseweg gesundheitliche Probleme bekommen und über den Notruf die Polizei angerufen, sagte Staatsanwalt Thomas Waßmuth am Freitag in Meiningen. Er habe aber seinen Standort nicht nennen können, bevor das Gespräch abbrach. Rückrufe der Polizei nahm er nicht mehr an. Die Obduktion ergab aber, dass der 1950 geborene Mann noch mehrere Stunden lebte.
Der Mann war am Tag darauf nach einer Vermisstenanzeige der Lebensgefährtin gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft Meiningen ermittelt nun wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassung. “Mit einer sofortigen Handyortung hätte der Mann vielleicht noch gefunden und gerettet werden können“, erklärte Waßmuth. Es sei allerdings noch unklar, ob ein Fehlverhalten der Polizisten vorliege.
dpa



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