Dietzenbach - Radfahrer, die mit ihren Drahteseln in Fußgängerbereichen unterwegs sind, sprechen sie ebenso gezielt an wie Hundehalter, die ihre Tiere im Stadtgebiet ohne Leine laufen lassen oder deren Hinterlassenschaften nicht entsorgen. Von Nina Beck
Sie haben ein Auge auf Jugendliche, die Alkohol trinken, aber auch auf solche, die auf dem Europaplatz Fußball spielen. Sie laufen verstärkt Streife auf Bier-, Wein- oder Altstadtfest, begleiten aber auch den Faschingsumzug: die freiwilligen Polizeihelfer.
Vor vier Jahren in der Kreisstadt erstmals zum Einsatz gekommen, besteht die aktuelle Gruppe nunmehr aus zwölf Freiwilligen, je zur Hälfte Frauen und Männer im Alter zwischen 21 und 53 Jahren, davon sieben mit Migrationshintergrund. Im vergangenen Jahr leisteten sie insgesamt 1091 Einsatzstunden, wie aus dem nun vorgelegten Erfahrungsbericht hervorgeht. Damit haben sich die Streifenstunden im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht.
Wie berichtet, können die Helfer ihre Einsatzzeiten weitgehend selbst einteilen. Dabei gab und gibt es immer wieder Helfer, die über einen längeren Zeitraum nur sehr sporadisch im Einsatz sind und zum Teil gar über Monate keine Streife gehen, wie es in dem Bericht heißt.
Seitdem läuft der freiwillige Polizeidienst auch im Spessartviertel Streife, das bis dato ausgeklammert gewesen war. Auch dort, heißt es in dem Bericht, seien die Helfer „akzeptiert und bekannt“. Bis auf einen Steinwurf in deren Richtung sei es 2011 zu keinen nennenswerten Vorkommnissen gekommen.
Etwa 1700 Bürgergespräche haben die Freiwilligen während ihrer Streifendienste geführt, gegen 112 Auto-Fahrer, bei deren Fahrzeugung die Hauptuntersuchung zum Zeitpunkt der Überprüfung bereits abgelaufen war, stellten sie Mängelanzeigen. Außerdem sprachen sie unter anderem vier Platzverweise aus. Die Helfer selbst berichteten „durchweg über positive Resonanz der Bürger“.
Rubriklistenbild: © Pixelio.de/Christoph Ehleben
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