Dietzenbach ‐ Dieser Jahreswechsel wird als einer der ruhigeren in die Annalen der Freiwilligen Feuerwehr eingehen. Wie üblich, hatte der harte Kern das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden und die Silvesternacht auf der Feuerwache verbracht. Von Christoph Zöllner

© Feuerwehr
Dank der Drehleiter hatte der Brand im Aschaffenburger Weg keine Chance. Die Feuerwehr belüftete die Wohnung und gab die Bewohnerin, die unter Schock stand, in die Obhut des Rettungsdienstes.
22 Männer und Frauen waren es diesmal, die zusammen mit Stadtbrand inspektor Matthias Marx auf ein gutes neues Jahr anstießen und allzeit bereit waren, bei Alarm auszurücken. Spektakulärster Einsatz war am Silvesterabend gegen 21.15 Uhr ein brennender Balkon im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses am Aschaffenburger Weg. Den Ermittlungen der Polizei zufolge könnte ein Feuerwerkskörper die Ursache hierfür gewesen sein. Durch die zerborstene Balkontür drang Rauch in die Wohnung, wodurch die 73-jährige Bewohnerin aus dem Schlaf geweckt wurde. Sie erlitt einen Schock.
Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen, an dem Haus entstand ein Sachschaden von rund 20 000 Euro. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter z 069 / 80 98 12 34 entgegen.
Noch während des Einsatzes im Aschaffenburger Weg ereignete sich in der Rodgaustraße ein Verkehrsunfall, bei dem die Hilfe der Feuerwehr benötigt wurde, um mehrere Beton-Blumenkübel auf ihren ursprünglichen Platz zurückzustellen. Dies war der 352. und gleichzeitig letzte Einsatz der Brandschützer im alten Jahr, berichtete Pressesprecher Jens Alix.
Unterm Strich zogen die Helfer eine positive Bilanz, zumal es in diesem Jahr zu keinen Übergriffen gegen die Feuerwehr kam, „so dass Mannschaft und Fahrzeuge unversehrt zurückkehren konnten“, freute sich Alix. Schon im vergangenen Jahr war Silvester relativ ruhig verlaufen, nachdem Jugendliche in der Neujahrsnacht 2009 im Spessartviertel mit Feuerwerksraketen gezielt in Richtung der Einsatzkräfte geschossen hatten.
In der Leitstelle des Kreises Offenbach in Dietzenbach, wo alle Notrufe 112 eingehen, waren rund um die Uhr drei Sachbearbeiter im Dienst, die alle über eine Doppelausbildung zur Feuerwehrführungskraft und zum Rettungssanitäter verfügen. Zum Jahreswechsel wurden mehr als 160 Notfälle bearbeitet. Meist ging es um Verletzungen durch Feuerwerkskörper, aber auch die Folgen von Stürzen oder die Auswirkungen von übermäßigem Alkoholgenuss. Außerdem mussten drei Frauen in Kliniken gefahren werden, weil die Geburtswehen eingesetzt hatten, teilte Günter Fenchel vom Kreisfeuerwehrverband mit.
Facebook 'Like' wird geladen...

Karte wird geladen...




Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.