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Ernst-Reuter-Schule Dietzenbach ist stolz auf Jugend-forscht-Sieger

Haben Pflanzen denn ein Herz?

Dietzenbach -  Fledermauskot, Tafelstaub, Metalle und Pflanzenoberflächen haben auf den ersten Blick wenig gemein. Doch sie alle wurden in der Ernst-Reuter-Schule so intensiv beleuchtet und untersucht, dass sie zu preiswürdigen Forschungsgegenständen avancierten. Von Simone Weil

© Duda

Viviane Bopp (13) und Maximilian Imhof (12) zeigen, wo alles anfing. Im naturkundlichen Arbeitsraum der Reuter-Schule tagt die AG jeden Freitagnachmittag.

Mit ihren Ergebnissen errangen beim „Jugend forscht“-Regionalwettbewerb Rhein-Main Ost Nachwuchs-Wissenschaftler der kooperativen Gesamtschule drei zweite Plätze sowie einen dritten und einen ersten Preis.

Deswegen ist die Freude bei allen Beteiligten groß: Vor allem Viviane Bopp (13) und Maximilian Imhof (12) sind stolz auf ihren ersten Platz, den sie mit der Arbeit zum Thema „Mit Nagellack und Tesafilm Pflanzenoberflächen auf der Spur“ errungen haben. Weil das Experimentieren mit dem Skalpell gefährlich und verletzungsträchtig ist, sannen die Schüler über andere Methoden nach, um an Blattschichten zu gelangen, die fürs Mikroskopieren geeignet sind.

Nagellack und Tesafilm waren denn die Mittel ihrer Wahl, mit denen Viviane und Maximilian den Pflanzen zu Leibe rückten. In ihrer Biologie-AG, die sie freiwillig zusätzlich zum Unterricht besuchen, hatten die beiden Schüler ein halbes Jahr lang intensiv geforscht. „Freitagsnachmittags ist die AG länger hier im Haus als ich“, lobte Schulleiter Georg Köhler die engagierten Schüler.

„Bio ist mein Fach“, ist Maximilian überzeugt. Er findet die Materie spannend und will beispielsweise auch herausfinden, ob Pflanzen ein Herz haben. Auch Viviane ist ziemlich sicher, dass ihr späterer Beruf etwas mit ihrem Lieblingsfach zu tun haben wird. Um eine momentane Laune scheint es sich bei ihr nicht zu handeln, denn schon im vergangenen Jahr kassierte sie bei „Jugend forscht“ einen Sonderpreis.

Reuter-Schüler dachten, sie seien wohl vergessen worden

Doch bei der aktuellen Auszeichnung der Sieger in Hanau dachten die beiden Reuter-Schüler schon, sie seien wohl vergessen worden. Ihnen war zu diesem Zeitpunkt nicht klar, dass sie beim Wettbewerb den ersten Platz belegt hatten – das wussten nur die Eltern. Also warteten die beiden Schüler unruhig, dass endlich ihre Namen fielen. 75 Euro für die Schule, ein Amazon-Gutschein sowie der gesammelte Stolz der Verwandtschaft waren der Lohn für ihre Mühen.

Nicht zuletzt die engagierte Begleitung durch Lehrer Hans Gehrig hatte zu diesem beachtlichen Forschungserfolg beigetragen. Und so war es denn auch kein Zufall, dass dieser Pädagoge schließlich mit einem Sonderpreis für den besten Betreuer bedacht wurde.

Weitere beim Wettbewerb erfolgreiche Schüler: Leonie Lücke (11) und Emira Nishori (12), dritter Preis für ihre Arbeit zum Thema „Was uns Fledermauskot alles verraten kann“; Oliver Scheufele (15) und Julian Hartmann (12), zweiter Preis für ihre Arbeit zum Thema „Nass oder trocken – Tafelstaub, ein Problem im Unterricht?“; Julian Krauß (19), Raoul Vedder (11) und Dennis Post (12), zweiter Preis für ihre Untersuchung zum Beuteverhalten der Schleiereulen in der Gemeinde Dietzenbach; Saskia Lehr (14), Mareike Beil (15), zweiter Preis für ihre Arbeit über die Spannungsreihe der Metalle unter dem Mikroskop: ästhetischer Chemieunterricht im Mikromaßstab.

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