Dietzenbach „Ich möchte nicht den Schienen folgen. Ich möchte sie verlassen“, sagt Ilyas Mokhlis, ein Dietzenbacher Musiker mit viel Rhythmus im Blut. Er möchte anders sein als andere, vollkommen aus der Reihe tanzen – und das wurde ihm früh in die Wiege gelegt. Von Tanja Duda

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Sänger und Gitarrist Ilyas Mokhlis weiß genau, was seine Träume und Ziele in der Musik sind.
Mokhlis kann sich nicht erinnern, wann er angefangen hat, die Musik zu lieben. „Es gehört schon immer zu mir“, sagt der 21-Jährige. Sein Vater spielte Oud, ein arabisches Saiteninstrument, und auch der Rest seiner Familie ist musikalischer als andere. Gesungen habe er schon immer. „Mit sechs Jahren habe ich angefangen, Klavier zu spielen, und so ging es dann los.“
In seinem elften und zwölften Lebensjahr hat Mokhlis sowohl Gitarre als auch das Schlagzeugspielen gelernt. Heute ist aber sein bester Freund das Saiteninstrument. Doch nicht immer blieb er ausschließlich diesem Talent treu; Mokhlis machte auch viel Sport, spielte Eishockey im Verein. „Die Musik ist deshalb eine Zeitlang zu kurz gekommen“, gibt er zu. Irgendwann musste eine Entscheidung getroffen werden, und so beschloss er, den Hockeyschläger zur Seite zu legen.
Von da an konnte er sich wieder vollkommen auf die Musik konzentrieren. Sein „musikalischer Ziehvater“, wie Mokhlis selbst sagt, sei Leon Taylor. Er habe ihn wieder ins Boot geholt und ermutigt. Gemeinsam schreiben sie Songs und produzieren sie dann auch in verschiedenen Musikstudios – eines davon steht in Mokhlis Eigenheim.
Vorbilder habe er aber keine. Er möchte etwas Neues schaffen. Mokhlis weiß zwar genau, was er will, „aber ich bin noch auf dem Weg, meinen Sound zu finden“, gesteht er. „Ich will nicht, dass die Leute ,cool’, sondern dass sie ,wow’ sagen.“
Mit Leon Taylor und etwa zehn weiteren Leuten hat er vor einiger Zeit einen eigenen Verlag mit dem Namen „Wir sind alles“ gegründet: „Ein Zusammenschluss aus vielen sehr Kreativen“, erzählt Mokhlis. Gemeinsam machen sie aber nicht nur Musik. Das „Fullhandlabel“ ist nämlich ein Verlag mit vielen freiberuflichen Talenten. Sie drehen Videos, fotografieren, produzieren, haben eigene Tänzer, arbeiten als Designer und gestalten zum Beispiel Internet-Auftritte. Doch Mokhlis verspricht: „Wir sind noch am Anfang. Da kommt noch mehr.“
Auch das Planen von eigenen Veranstaltungen kommt bei ihm nicht zu kurz. Der Sänger verdient mit dem Organisieren von Partys und Shows in Diskotheken der Nachbarstädte wie MTW oder Velvet sein Geld, wie auch als Assistent von Showproduzenten. Neben dem Gestalten von Licht und Sound gibt er dort auch seine eigene Musik ab und an mal zum Besten. Ansonsten geht er noch einem ganz konventionellen Beruf nach, um seine Brötchen zu verdienen – als Kellner. Mit dem Planen und Organisieren konnte der Halbmarokkaner schon früh Erfahrungen sammeln. „Ich hatte damals die Idee zum Burning Rock-Festival hier in Dietzenbach“. Diese Aktion sei aus einem Projekt im Jugenzentrum hervorgegangen, und Mokhlis verwirklichte sie dann im Jahr 2008 gemeinsam mit der Stadtmarketing-Agentur.
„Ich möchte die Musik auf jeden Fall zum Beruf machen“, ist sich der junge Mann sicher. Auf die Frage, was er vorhat, wenn das mit dem harten Musikbusiness nicht klappen sollte, sagt er selbstsicher: „Das klappt!“
Der nächste Schritt des Talents: Er möchte es in die Pop-Akademie in Mannheim schaffen. Dort werden in der Regel von etwa 800 bis 1000 Bewerbern nur etwa 30 Leute genommen – und da möchte der 21-Jährige dabei sein. Auch wenn das noch in den Sternen steht, ist sich der Musiker sicher: „Ich möchte nicht der Norm folgen und so den Durchbruch schaffen.“
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