Dietzenbach - Nicht jeder gerät angesichts des strahlenden Sonnenscheins bei eisig-knackiger Kälte in Begeisterung. Für hiesige Schlittschuhfans ist die derzeitig herrschende trockene Kälte ein Grund zur Freude, weil sie nun auf der verwandelten Rollschuhbahn ihre Runden drehen können. Von Simone Weil

Heizungsbauer im Dauereinsatz
Wer jetzt aber kein warmes Zuhause hat oder sich mit einer geplatzten Wasserleitung herumärgern muss, wird sich für diese wunderschönen Wintertage vermutlich kaum erwärmen können.
Immerhin bescheren die Minusgrade der vergangenen Tage manchen Berufszweigen deutlich mehr Arbeit: Bei der Firma „Wolfgang Kozian Heizungsbau“ etwa ist das vierköpfige Mitarbeiterteam quasi im Dauereinsatz. Gattin Gerburg Kozian hält derweil am Telefon die Stellung und nimmt die Anrufe mehr oder weniger verzweifelter Kunden entgegen, denen die Heizung ausgefallen ist. Extrem sei die Nachfrage jetzt seit Donnerstag. „Doch auch wenn die Zahl der Anrufe gestiegen ist, lassen wir niemand frieren“, meint die Geschäftsfrau. Vorrangig behandelt würden selbstverständlich diejenigen, bei denen die komplette Anlage ausgefallen sei.
Allergisch auf die Temperaturen reagieren auch die Parkscheinautomaten am Rathaus. Immer mal wieder fällt einer aus, berichtete Markus Hockling, Leiter des städtischen Ordnungsamtes, auf Anfrage. Sollte kein Automat mehr funktionieren, müsse die Parkscheibe in die Windschutzscheibe gelegt werden, so Hockling.
Bislang noch keine Kälteeinsätze hat die Feuerwehr zu vermelden, wie Stadtbrandinspektor Matthias Marx mitteilt. Mit platzenden Rohren sei verstärkt erst bei wieder steigenden Temperaturen zu rechnen, sagt er.
Ebenfalls bislang keine größeren Komplikationen haben die Städtischen Betriebe zu verzeichnen: Wie Betriebsleiter Michael Würz mitteilt, war Ende vergangener Woche die Heizung in der Trauerhalle auf dem Friedhof vorübergehend ausgefallen. Sie funktioniere inzwischen aber wieder.
Wie für so viele Situationen im Leben gilt auch für die Eiseskälte: Wer sich rechtzeitig darauf eingestellt und ordentlich vorbereitet hat, kommt dabei besser weg. So jedenfalls sieht es Christian Heinemann. Der Kraftfahrzeug-Techniker-Meister von „Autoservice Hartmann“ an der Justus-von-Liebig-Straße hat zwar auch die eine oder andere Batterie ausgetauscht und ein wenig Frostschutz nachgefüllt, doch das sei eher bei Durchreisenden nötig gewesen. „Unsere Stammkundschaft, die ordentliche Inspektionen an ihren Autos hat vornehmen lassen, hat im Moment eigentlich keine Probleme mit der Kälte“, sagt der Kfz-Experte.
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