Dietzenbach - Noch wohnen sie nicht zusammen, aber streiten können sie schon heftig miteinander. Seit Wochen sorgt ein Bauvorhaben an der Nordweststraße für Diskussionen zwischen dem Bauherren und den dortigen Nachbarn. Von Barbara Scholze
Das geplante Einfamilienhaus solle höher werden als die in dem Wohngebiet erlaubten 6,50 Meter, befürchten die Anwohner . Das verstoße nicht nur gegen die Bauleitplanung, sondern bringe möglicherweise zusätzliche Verschattungen mit sich. Der Bauherr dagegen betont, er wolle lediglich 42 Zentimeter höher gehen als üblich und erhoffe sich dafür eine Befreiung. Schließlich bleibe er mit seinem Haus auch insgesamt elf und nicht, wie als Minimalabstand erlaubt, nur fünf Meter von der Grenze entfernt – was das Risiko eines zusätzlichen Schattenwurfes stark verringere.
Obwohl ein offizieller Bauplan noch gar nicht eingereicht ist, beschäftigt die Auseinandersetzung inzwischen nicht nur die örtliche Verwaltung und die Bauaufsicht des Kreises, sondern auch die Politik. In der jüngsten Sitzung des Parlamentsausschusses für Städtebau und Verkehr versammelte sich eine große Gruppe Betroffener, die einige Tage zuvor die einzelnen Fraktionen per Petition um Hilfe gebeten hatten.
„Es ist nicht Sache dieses Ausschusses, über das Bauvorhaben zu befinden“, beendete Ausschussvorsitzender Harald Nalbach schließlich die Diskussion. Es gebe derzeit keinen Grund, dass die Politik sich in das Verwaltungshandeln einmische. Der FDP-Antrag sowie einer der Grünen wurden abgelehnt.
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