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Montessori-Campus in Dietzenbach: Die Tage der Container sind gezählt

Bereit machen zum Neubeginn

Dietzenbach -   Auf dem Montessori-Campus am Gustav-Heinemann-Ring stehen die Zeichen auf Veränderung: Nachdem das Parlament zum Jahresende den Bebauungsplan für das Areal beschlossen hatte, hat der Trägerverein den Bauantrag für das Kinderhaus gestellt – einen ersten von drei Teilabschnitten. Von Nina Beck

Montessori-Campus

© ch

Juhu! Ein erster Bagger steht am Montessori-Campus schon in den Startlöchern. Sobald es losgehen kann, beginnen die Vorbereitungen für die Bodenplatte des Kinderhauses. Bis dieses errichtet ist, dienen den Mädchen und Jungen weiterhin die Container als Domizil.

„Wir hoffen, dass wir bald auch die Baugenehmigung in den Händen halten“, sagt Alexander Wenzel, Vorstandsmitglied des Montessori-Vereins.

Ein zweigeschossiger, von der Grundform her etwa würfelförmiger Bau soll anstelle der bisherigen Container entstehen, der Platz für insgesamt vier Kindergruppen bietet. Derzeit besuchen 60 Mädchen und Jungen in drei Gruppen das Kinderhaus. Für den Spätsommer ist der Start einer weiteren Gruppe mit Kindern unter drei Jahren vorgesehen.

Auch die Planungen für den Schulbau sind bereits fortgeschritten, die Auswahl eines Bauunternehmens steht laut Wenzel indes noch aus. Sobald die Baugenehmigung für das Kinderhaus vorliegt und mit der Umsetzung begonnen werden kann, soll auch für den Schulbau ein entsprechender Antrag gestellt werden. Wenzel geht fest davon aus, dass auch hierfür die Bauarbeiten in diesem Jahr beginnen.

40 Euro pro Quadratmeter zahlt der Verein

Etwa 60 Schüler zählt die Montessori-Schule, die 2008 mit zehn Schülern startete, aktuell. Ein Konzept für die Erweiterung um eine Mittelstufe (Klassen fünf bis zehn) liege dem Schulamt bereits vor, so Wenzel. Sollte die Genehmigung rechtzeitig eintreffen und die Nachfrage gegeben sein, könnte schon zum Schuljahr 2012/13 damit begonnen werden; ansonsten erst ein Jahr später. Insgesamt, berichtet Schatzmeister Wenzel, bewegten sich die Kosten für das Areal und zwei Gebäude in einer Größenordnung zwischen 3,5 und 4 Millionen Euro.

40 Euro pro Quadratmeter zahlt der Verein für das Gelände, „kein Montessori-Sonderpreis“, wie Wenzel versichert. Zunächst wird der Verein eine etwas mehr als 10 000 Quadratmeter große Fläche kaufen, auf der das Kinderhaus und das Schulgebäude für die Grundschulklassen sowie die mögliche Erweiterung um Mittelstufenschüler Platz finden. Den dritten Teilabschnitt (in Richtung Tell-Schützen gelegen) benötige man voraussichtlich erst in ein paar Jahren für einen weiteren möglichen Bau. Dann nämlich, wenn über eine Oberstufe zu reden, beziehungsweise der Raumbedarf aufgrund steigender Schülerzahlen entsprechend gewachsen ist, wie Vorstandsmitglied Timo Erb erläutert.

Auch die Anzahl der Stellplätze ist vertraglich geregelt

Wie berichtet, muss der Verein auch für naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen sorgen. So soll in nördlicher Richtung des Areals, zum geplanten Neubaugebiet Steinberg hin, ein zwölf Meter breiter, mit Obstbäumen bepflanzter Grünstreifen entstehen, der gleichsam als Lärmpuffer dienen wird. Darüber hinaus, so Wenzel, ist eine Dachbegrünung auf dem Neubau vorgesehen.

Auch die Anzahl der Stellplätze ist vertraglich geregelt. So verpflichtet sich der Montessori-Verein, 40 Plätze ohne zeitliche Einschränkung sowie zehn Kurzzeitparkplätze bereitzustellen.

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