Dietzenbach - Mit einem Mal war es am Mittwoch richtig warm geworden, und die Hitze schlug sich auch auf den Diskussionsstil am Knabenborn nieder. Knapp ein Dutzend Eltern und Stadtverordnete waren mit Bürgermeister Stephan Gieseler ( CDU ), Michael Würz (Städtische Betriebe), einem TÜV -Gutachter sowie Jörg Nitsch von der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) zum Ortstermin zusammengekommen, um sich über das Vorgehen auf dem einstigen Waldspielplatz auszutauschen. Von Nina Beck
Ganz ohne Vorwürfe ging das nicht ab, wobei sich die Interessengemeinschaft (IG) Hexenberg vor allem darüber ärgerte, dass der Spielplatz ohne Vorwarnung abgebaut worden war. Während Würz erneut bekannte, es sei „richtig, dass wir versäumt haben, die Initiative vorab zu informieren“ und sich entschuldigte, beharrte Gieseler auf seiner Ansicht, er habe bereits im Januar 2007 den Vorschlag unterbreitet, „das Geld auf einen Spielplatz zu konzentrieren“ (Berliner Straße) und entschieden, dass der andere „entfernt“ werde.
Auch eine Magistratsvorlage, wonach vorgefundene Mängel für 6 700 Euro behoben werden könnten, habe sich ausschließlich auf den Standort Berliner Straße bezogen, betonten Würz und Gieseler unisono, nicht, wie von der IG so verstanden, auf beide. „Sie haben den Spielplatz wegen der Kosten geschlossen“, resümierte Marc Beidl von der IG – was Gieseler nicht verneinte. 144 000 Euro jährlich zahle die Stadt an Unterhalt für ihre Spielplätze, erläuterte Würz, rund 7100 Euro pro Spielplatz.
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