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Im Dietzenbacher Stadtteil Steinberg soll ein Neubaugebiet entstehen

Die richtige Mischung soll’s bringen

Dietzenbach - Nachdem ein erster Vermarktungsversuch des Areals Ende der 80er Jahre am Verfahren gescheitert war, ein weiterer 2001 an den Grundstückspreisen, unternimmt die Stadt nun den dritten Versuch, das etwa sechs Hektar große Filet-Stück im Südwesten Steinbergs zu vermarkten. Von Nina Beck

© Sizze: cz

Das Planungskonzept zum Baugebiet 70 hat das Parlament abgesegnet, als nächste nun sollen die Behörden, aber auch die Bürger gehört werden. Für März ist eine Infoveranstaltung geplant

Eine Mischung aus freistehenden Einzel- und Doppelhäusern, Reihenhäusern, Hausgruppen sowie Geschosswohnungsbau für generationenübergreifendes Wohnen soll nach dem Willen der Stadtverordnetenversammlung im Wohnbaugebiet 70, „Westlich der Offenbacher Straße, südöstlich des Stiergrabens“ entstehen. In ihrer jüngsten Sitzung gaben die Parlamentarier grünes Licht für das Planungskonzept (wir berichteten).

Die Voraussetzungen diesmal scheinen nicht die schlechtesten zu sein: Bereits 45 Bauinteressenten verzeichnet eine bei der Stadt ausliegende Liste. Die werden nun regelmäßig über die Beschlusslage sowie über alle öffentlichen Veranstaltungen und die Zeitplanung zum Bebauungsplanverfahren informiert. Als nächster Schritt nach dem positiven Votum der Stadtverordnetenversammlung stehen die Beteiligung der Behörden sowie eine frühzeitige Bürgerbeteiligung auf der Agenda, um deren Anregungen zum Planungskonzept einzuholen. Voraussichtlich im nächsten Monat, teilt die Stadt mit, soll es eine Bürger-Informationsveranstaltung zu dem Vorhaben geben.

Wie berichtet, wird auf dem Areal sowohl die Möglichkeit bestehen, selbst zu bauen als auch jene, schlüsselfertig vom Bauträger zu kaufen. Private Bauherren können auf großzügige Grundstückszuschnitte entlang des Landschaftsraums zugreifen, die sich für freistehende Einzel- und Doppelhäuser eignen, in Teilbereichen auch mit der Möglichkeit individueller Bautypen (Bauhausstil), wie die Stadt mitteilt. Aktuell drei Grundstücke sollen für das generationenübergreifende Wohnen reserviert werden. Eine Interessengemeinschaft bestehe bereits, die Stadt hoffe auf weitere Nachfragen nach Eigentumswohnungen im Sinne dieses Wohnmodells.

Bei der ersten Vorstellung des Planungskonzepts Anfang Dezember im Bauausschuss hatte die Leiterin der Abteilung Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung, Gabi Guddat, von einem „Orientierungswert“ von etwa 320 Euro pro Quadratmeter gesprochen. Das sei auch nach heutiger Einschätzung realistisch für maximal zweigeschossige Einfamilien- beziehungsweise Doppelhäuser, wie die Stadt nun mitteilt. Die Grundstücke sollen dabei nach Bedarf und Wunsch der künftigen Bauherren parzellierbar sein, wobei im Bebauungsplan Mindestgrundstücksgrößen vorgegeben sind, beispielsweise 350 Quadratmeter bei Einzelhäusern. Die Kosten für den Reihen- sowie maximal dreistöckigen Geschosswohnungsbau liegen bei bis zu 380 Euro pro Quadratmeter.

Wer auf die Interessentenliste möchte, kann sich bei Karin Ebert-Katsiakoudis melden (Tel.: 06074/373212).

Das Baugebiet 70 grenzt an den Landschaftsraum „Schilflache“ mit Wald, Feldern und dem Stiergraben. Freizeiteinrichtungen wie das Schützenhaus der Tell-Schützen, die Kleingartenanlage Schilflache, der Hessentagspark, der Waldkindergarten Hoppetosse, die Kinder- und Jugendfarm sowie eine regionale Radwegeroute, wirbt die Stadt, finden sich in unmittelbarer Nachbarschaft. Nah an der Natur, und dennoch auch nah am Geschehen sind die künftigen Bewohner, befindet sich das Wohngebiet doch auch in unmittelbarer Nachbarschaft zum Stadtzentrum mit Rat- und Bürgerhaus, Kreisverwaltung, Rathaus-Center und Einkaufszentrum Masayaplatz sowie den Einzelhandelsgeschäften der Werner-Hilpert-Straße. Auch S-Bahn und Bus-Anbindung sind nicht weit, sowie Montessori- und Waldorfschule samt Kinderhäusern.

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