329.12.09|Dietzenbach|Dietzenbach|25
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Dietzenbach ‐ Weniger überrascht, vielmehr enttäuscht ist der CDU-Stadtverband von der Dezernatsverteilung durch den parteilosen Bürgermeister Jürgen Rogg. Von Christoph Zöllner
Das ehemalige CDU-Mitglied hatte darauf verzichtet, sich persönlich um die Finanzen zu kümmern und stattdessen Ersten Stadtrat Dietmar Kolmer (CDU) mit der Kämmerei betraut. „Die Dietzenbacher Bürger hätten aufgrund der vollmundigen Sanierungsversprechen Roggs vor der Wahl von ihm erwarten können, dass er sich als selbst ernannter Sanierer persönlich um die Problemfelder der Kreisstadt Dietzenbach kümmert“, heißt es in der Pressemitteilung des Stadtverbandes, der von Helmut Butterweck angeführt wird.
Mit seiner Aussage, dass ihn nun die Wirklichkeit eingeholt habe, enttäusche Rogg besonders die Bürger, die Großes von ihm erwartet hatten, so die CDU, die mit weiteren „Enttäuschungen“ rechnet. Da Rogg die „arbeitsreichen und durchaus anspruchsvollen Dezernate“ Finanzen, Rechts- und Ordnungsangelegenheiten, Soziale Dienste sowie die Stabsstelle Integration an Kolmer übergeben hat, traue er sich offenbar die Sanierung der städtischen Finanzen – anders als in seinem Wahlkampf versprochen – doch nicht zu. „Weiterhin hatte er die Integration als wichtiges Betätigungsfeld eines Bürgermeisters in Dietzenbach dargestellt. Auch hier möchte er nun nicht den logischen nächsten Schritt gehen“, so die CDU.
Im Gegenzug gratuliert der Stadtverband Kolmer zur Übernahme seiner Dezernate: „Die CDU ist sich sicher, dass der Erste Stadtrat trotz der immensen Arbeitsbelastung, die ihm nun durch die Dezernatsverteilung zuteil wurde, seine Aufgaben zum Wohle der Bürger Dietzenbachs erfolgreich stemmen wird.“
Rubriklistenbild: © op-onlinezurück zur Übersicht: Dietzenbach

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