Dietzenbach - Für 20 Einbrüche innerhalb von sechs Monaten hat sich ein räuberisches Quartett seit gestern vor der 2. Großen Strafkammer des Landgerichts Darmstadt zu verantworten. Von Silke Gelhausen-Schüßler
Die ausdauernden Diebe Valentino M. (18), Said K. (22), Dündar T. (23) und Aleksandar S. (21) handeln bei ihren allwöchentlichen Ausflügen in fremder Leuts Wohnstuben in der festen Absicht, ihre wirtschaftliche Existenz durch diese Art der „Beschäftigung“ zu sichern. Diese Aktivitäten scheinen auch sehr erfolgreich: Bis zu ihrer Verhaftung im Sommer 2011 fließt das „Einkommen“ reichlich: Staatsanwalt Alexander Homm schätzt den Gesamtwert der Beute – obwohl es in neun Fällen beim Versuch blieb – auf 80.000 bis 100.000 Euro.
Der Heimatort der Angeklagten ist gleichzeitig ihr bevorzugtes Revier. Bei insgesamt vier Einbrüchen – zwei am Gustav-Heinemann-Ring, einer am Theodor-Heuss-Ring und einer an der Berliner Straße – klauen sie den abwesenden Eigentümern insgesamt 7800 US-Dollar, 2000 norwegische Kronen, 30.000 indische Rupien und auch Goldschmuck von unbekanntem Wert.
Da der Beutezug ausschließlich in der Stadt Dietzenbach schließlich aber doch zu auffällig wird, erweitern die Einbrecher irgendwann den Radius ihrer Diebestouren auf die Umgebung. In Dudenhofen, Hainhausen, Nieder-Roden, Babenhausen, Rödermark, Offenbach, Maintal-Bischofsheim, Ebertshausen, Egelsbach, Mörfelden-Walldorf, Hochheim, Frankfurt, Katzenelnbogen und Bad Reichenhall erbeuten sie ebenfalls große Mengen Schmuck, Uhren, Bargeld und eine Digitalkamera.
Für kommenden Mittwoch werden Aussagen der Beschuldigten zur Sache und zu ihren persönlichen Verhältnissen erwartet. Insgesamt sind sieben Prozesstage geplant.
Rubriklistenbild: © Pixelio.de/Sturm
Facebook 'Like' wird geladen...




Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.