Sprendlingen (majo) ‐ Eine Woche lang waren 19 Schülerinnen und Schüler aus Südfrankreich Gast der Weibelfeldschule. Untergebracht waren sie in Familien von Schülern der achten Jahrgangsstufe. Die werden ihrerseits Ende Mai die Freude haben, als Austauschschüler in dem Städtchen Gonesse bei Montpellier die Landschaft und Kultur der Camargue zu erkunden.

© Jordan
Die 19 französischen Gäste mit den Weibelfeldschülern der 8. Jahrgangsstufe.
Angereist waren die jungen Franzosen mit ihrem Deutschlehrer Markus Saour, der selbst bis zu seinem 28. Lebensjahr in Deutschland gelebt und studiert hat. Begleitet wurden sie weiterhin von Amandine Renaud, die ihre Sprachkenntnisse bei einem Aufenthalt in Deutschland erworben hat.
Zudem fiel den Schülern aus Frankreich der lockere Unterrichtsstil in der Weibelfeldschule auf. „Bei uns geht das alles wesentlich disziplinierter vonstatten“, so Saour.
Die deutsche Sprache gehört zu einer der wählbaren, zweiten Fremdsprachen in französischen Schulen und gilt als eine gute Voraussetzung bei der Berufswahl. Deutschland zähle zu einem der wichtigsten Handelspartner Frankreichs und da seien Leute gefragt, die gut Deutsch sprächen.
Bei ihrem Besuch verständigten sich die Schüler untereinander entweder auf Französisch oder Deutsch, wobei die jeweilige Sprachfähigkeiten ganz verschieden waren. „Wenn sie wieder zu Hause angekommen sind, müssen die Schüler den verpassten Schulstoff nachholen.“ So streng gehe es in französischen Schulen zu, die zudem in aller Regel im Ganztagsbetrieb organisiert seien, sagt Saour. Und: „Was uns in Deutschland schwer fällt, das ist die frühe Zeit, zu der mit dem Essen begonnen wird.“
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