Dreieich - Er hat viel um die Ohren. Dr. Jürgen Rabe führt zum einen seine Praxis an der Damaschkestraße. Und zum anderen gibt es noch seine Familie. Der 62-Jährige arbeitet viel, und nicht selten ist sein Tag stressig. Von Enrico Sauda

© Sauda
Im Schreiben und Laufen findet Jürgen Rabe Ausgleich. Nun hat der 62-Jährige sein zweites Gedichtbuch veröffentlicht.
Da ist es gut, dass er sich gleich zwei Ausweich- und Ausgleichsmöglichkeiten geschaffen hat, um abzuschalten. Nischen, die sich ob ihrer Gegensätzlichkeit optimal ergänzen: Schreiben und Laufen.
Das Schreiben der Verse half ihm, Einblick in eigene Gefühle zu finden und sich über diese klar zu werden, um sie schließlich „in kurzen, knappen Worten“ zu formulieren. Rabe will dem Leser mit seinen Strophen vermitteln, „dass er zwar nicht dasselbe beim Lesen empfinden wird, wie ich beim Schreiben und wenn ich darüber reflektiere, aber eventuell wecken meine Gedichte Assoziationen oder Erinnerungen an ähnliche Gefühle in vergleichbaren Situationen“. So sollen „Kindheitsgefühle“, „Geborgenheit“ oder „Zufrieden“ – so die Titel einiger Gedichte – positive Gefühle hervorrufen. „Aber natürlich evozieren manche auch Negatives wie Traurigkeit, Müdigkeit und Leere.“
Rabes Ziel war, ein Buch zu schreiben, das von den Gefühlen her ausgewogen sein sollte. „Der Leser soll sich darin finden, er soll mal innehalten und sich fragen: ,Was fühle ich im Moment?’“ Das komme in unserer schnelllebigen Zeit viel zu kurz. „Die Menschen haben kaum einen Augenblick, um ihren Standort zu bestimmen und Gefühle zuzulassen“, findet Rabe.
Kaum ist das eine Buch erschienen, steht schon das nächste an. Rabe arbeitete zum Teil gleichzeitig an „Tägliche Gefühle“ und seinem neuesten Projekt – dem „Medical Songbook“. Wie der Titel besagt, handelt es sich um ein medizinisches Liederbuch. „Da steckt eine Geschichte dahinter, die ich selbst erlebt habe“, verrät Rabe. Er verarbeitet sie zu einer Informations- und Unterhaltungslektüre, allerdings nicht in Romanform.
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