Dreieich - Viele Anwohner sind mit den Plänen nicht einverstanden, aber der Magistrat möchte die Sache durchziehen und einen Großteil der Fläche verkaufen. In der Pestalozzi-Anlage in Dreieichenhain sollen Wohnhäuser entstehen. Von Frank Mahn

© Strohfeldt
Der Magistrat möchte einen Großteil der Pestalozzi-Anlage verkaufen und zu Gunsten von Wohnbebauung opfern. Das schmeckt vielen Anwohnern nicht, sie würden den Spielplatz am liebsten so erhalten, wie er ist.
Bei der von Stadtregierung und Bauverwaltung ausgedeuteten Variante würde die Kommune nach Angaben von Erstem Stadtrat Martin Burlon unter dem Strich etwa 680.000 Euro einnehmen.
Bei einer Bürgerversammlung im September war das Pro und Contra heiß diskutiert worden. Die Gegner der Pläne wollen nicht, dass ein Teil des Spielplatzes für Häuser geopfert wird. Eine Gruppe von Anwohnern hat gar 700 Unterschriften gegen den Umbau gesammelt.
Um die weitere Vorgehensweise ging es jüngst im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Energie. Kerstin Langstroff, Planerin im städtischen Bauamt, brachte die Politiker zunächst auf den aktuellen Stand. Sieben Varianten seien untersucht worden, eine habe sich als Favorit herauskristallisiert. Dabei würden auf einer Fläche von knapp 1600 Quadratmetern vier Häuser entstehen, etwa 800 Quadratmeter blieben für den Spielplatz übrig. In diesem Fall würde keinem Baum ein Ästchen gekrümmt.
Manchen geht das – zumindest in der aktuellen Debatte – zu weit. Joachim Greul befürchtet eine „Neverending-story“. „Wenn wir wegen vier Häusern schon so einen Aufwand betreiben...“ Die Leute seien bereits gehört worden, zudem hätten die Pläne im Bauamt zur Einsicht ausgelegen. „Sie haben Angst vor Bürgerbeteiligung“, hielt Michael Jesgarek (SPD) daraufhin dem CDU-Mann vor. „Wir müssen irgendwann mal sagen, was wir wollen. Eine 100-prozentige Übereinstimmung werden wir niemals erreichen“, meinte hingegen Rita Hamper (FWG).
Nach ausführlicher Diskussion einigten sich die Fraktionen darauf, dass die bevorzugte Variante öffentlich präsentiert wird, ehe die Vorlage dann noch einmal durch die parlamentarischen Gremien wandert.
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