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Götzenhain hat als letzte Feuerwehr im Landkreis nun eine Jugendabteilung

Sie retten die Wehr

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Artikel: Sie retten die Wehr

Götzenhain (klg) ‐ Über viele Jahre trug die Feuerwehr Götzenhain die rote Laterne, war sie doch die einzige in Stadt und Kreis ohne Jugendfeuerwehr. Das hat sich nun geändert: 16 Kinder und Jugendliche von sieben bis 15 Jahren sorgen dafür, dass sich in Götzenhain die Frage des Feuerwehr-Nachwuchses weniger kritisch darstellt als zuvor.

Matthias Dechert (10): „Mein Vater, Klaus Dechert, ist auch bei der Feuerwehr, deshalb wollte ich auch unbedingt Feuerwehrmann werden. Heute haben wir unser erstes richtiges Feuer gelöscht und es hat mir - wie alles andere auch - sehr gut gefallen. Es macht einfach viel Spaß.“© SaudaMatthias Dechert (10): „Mein Vater, Klaus Dechert, ist auch bei der Feuerwehr, deshalb wollte ich auch unbedingt Feuerwehrmann werden. Heute haben wir unser erstes richtiges Feuer gelöscht und es hat mir - wie alles andere auch - sehr gut gefallen. Es macht einfach viel Spaß.“

Schon im Jahr 2007 war es, als Horst Bauch, ehemaliger Götzenhainer Wehrführer und später Dreieicher Stadtbrandinspektor, den Antrag gestellt hatte, in Götzenhain eine Jugendfeuerwehr zu etablieren. Was folgte, war Ende vergangenen Jahres die Gründung eines „Ausschusses zur Gewinnung vor Nachwuchsfeuerwehrleuten“.

Doch aller Anfang gestaltet sich schwer. Die Götzenhainer Floriansjünger unternahmen alles Mögliche, um junge Menschen für sich und ihre Arbeit zu begeistern.

Ein halbes Jahr später sind es 16 Jungs und Mädchen

Es gab Aktionstage, man verteilte Flyer, gestaltete beim Götzenhainer Faschingsumzug sogar einen Motivwagen, ging in die Karl-Nahrgang-Schule - letztlich mit Erfolg: Im Frühjahr hatten sich sechs Kinder gefunden, die Spaß daran hatten, bei einer Feuerwehr mitzumachen. Schon im Juni gab es die ersten Übungen - ohne dass allerdings eine Jugendfeuerwehr schon gegründet gewesen wäre.

Felix Nohl (16): „Es macht mir wirklich sehr viel Spaß, bei der Feuerwehr zu sein, weil wir hier bei jedem Treffen viel darüber lernen, was Gemeinschaft bedeutet. Ich bin der Älteste bei der Jugendfeuerwehr und am meisten gefällt es mir, wenn ich den Gruppenführer spiele.“© SaudaFelix Nohl (16): „Es macht mir wirklich sehr viel Spaß, bei der Feuerwehr zu sein, weil wir hier bei jedem Treffen viel darüber lernen, was Gemeinschaft bedeutet. Ich bin der Älteste bei der Jugendfeuerwehr und am meisten gefällt es mir, wenn ich den Gruppenführer spiele.“

Heute, ein halbes Jahr später, sind es schon 16 Jungen und Mädchen. Bei fast jedem Übungsabend kommen neue Nachwuchs-Blauröcke dazu, oftmals sind es die Kinder aktiver Feuerwehrleute.

Seit Mitte des Jahres gibt es an jedem Freitag anderthalbstündige Übungsabende für die zukünftigen Einsatzkräfte. Und die sind, so sagt Jugendwart Patrick Jung, mit Elan und Interesse bei der Sache.

29 Stimmen für Gründung der Nachwuchswehr

Die offizielle Gründung der Götzenhainer Jugendfeuerwehr hat dann nach einer Waldbrandübung am 10. Oktober bei einer außerordentlichen Sitzung der Einsatz-, Alters- und Ehrenabteilung stattgefunden: Alle 29 Anwesenden stimmten für die Gründung der Nachwuchswehr und dafür, Patrick Jung zum Jugendwart und Arne Bales zu seinem Stellvertreter zu machen.

Dominique Schröder (9): „Ich bin zur Feuerwehr gegangen, weil mein Papa Ronald Schröder auch Feuerwehrmann ist. Ich muss sagen, mir gefällt hier einfach alles, was wir machen. Es macht sehr viel Spaß und alle Leute, mit denen ich bei der Feuerwehr zu tun habe, sind sehr nett.“© SaudaDominique Schröder (9): „Ich bin zur Feuerwehr gegangen, weil mein Papa Ronald Schröder auch Feuerwehrmann ist. Ich muss sagen, mir gefällt hier einfach alles, was wir machen. Es macht sehr viel Spaß und alle Leute, mit denen ich bei der Feuerwehr zu tun habe, sind sehr nett.“

Am Samstag nun hatten die Jungen und Mädchen ihren ersten großen öffentlichen Auftritt, sie durften nämlich bei einer Übung zeigen, was sie bisher gelernt haben. Zuvor allerdings gab es vor dem Götzenhainer Feuerwehrhaus einen Empfang, bei dem die Wehr den Bürgerinnen und Bürgern „ihren“ Nachwuchs vorstellte.

Klar, dass es in den diversen Ansprachen nur Lob und Anerkennung für das Engagement gab. Bürgermeister Dieter Zimmer, der selbst in der Jugendfeuerwehr (in Offenthal) aktiv gewesen war, sprach von einem „Ganz, ganz großen Schritt für die Zukunft der Götzenhainer Feuerwehr“.

Feuerwehr-Führung äußert sich anerkennend

Er habe, so Zimmer, nie die Hoffnung aufgegeben, dass es irgendwann einmal zur Gründung einer Götzenhainer Jugendwehr kommen werde. Ausgesprochen anerkennend äußerten sich auch Dreieichs stellvertretender Stadtbrandinspektor Jürgen Becker und der stellvertretende Kreisbrandinspektor Rolf Keim sowie Kreisjugendfeuerwehrwartin Mona Merz.

Anderthalb Stunden mussten die jungen Blauröcke warten, bis sie anschließend in voller Montur - mit Helm und Schutzkleidung - nach dem Kommando „Wasser marsch!“ ihren ersten Löschangriff vor Publikum absolvieren und einen brennenden Heuhaufen löschen konnten.

Rubriklistenbild: © Sauda

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