726.10.09|Dreieich|Dreieich|8
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Götzenhain (klg) ‐ Über viele Jahre trug die Feuerwehr Götzenhain die rote Laterne, war sie doch die einzige in Stadt und Kreis ohne Jugendfeuerwehr. Das hat sich nun geändert: 16 Kinder und Jugendliche von sieben bis 15 Jahren sorgen dafür, dass sich in Götzenhain die Frage des Feuerwehr-Nachwuchses weniger kritisch darstellt als zuvor.
Doch aller Anfang gestaltet sich schwer. Die Götzenhainer Floriansjünger unternahmen alles Mögliche, um junge Menschen für sich und ihre Arbeit zu begeistern.
Es gab Aktionstage, man verteilte Flyer, gestaltete beim Götzenhainer Faschingsumzug sogar einen Motivwagen, ging in die Karl-Nahrgang-Schule - letztlich mit Erfolg: Im Frühjahr hatten sich sechs Kinder gefunden, die Spaß daran hatten, bei einer Feuerwehr mitzumachen. Schon im Juni gab es die ersten Übungen - ohne dass allerdings eine Jugendfeuerwehr schon gegründet gewesen wäre.
Seit Mitte des Jahres gibt es an jedem Freitag anderthalbstündige Übungsabende für die zukünftigen Einsatzkräfte. Und die sind, so sagt Jugendwart Patrick Jung, mit Elan und Interesse bei der Sache.
Die offizielle Gründung der Götzenhainer Jugendfeuerwehr hat dann nach einer Waldbrandübung am 10. Oktober bei einer außerordentlichen Sitzung der Einsatz-, Alters- und Ehrenabteilung stattgefunden: Alle 29 Anwesenden stimmten für die Gründung der Nachwuchswehr und dafür, Patrick Jung zum Jugendwart und Arne Bales zu seinem Stellvertreter zu machen.
Klar, dass es in den diversen Ansprachen nur Lob und Anerkennung für das Engagement gab. Bürgermeister Dieter Zimmer, der selbst in der Jugendfeuerwehr (in Offenthal) aktiv gewesen war, sprach von einem „Ganz, ganz großen Schritt für die Zukunft der Götzenhainer Feuerwehr“.
Er habe, so Zimmer, nie die Hoffnung aufgegeben, dass es irgendwann einmal zur Gründung einer Götzenhainer Jugendwehr kommen werde. Ausgesprochen anerkennend äußerten sich auch Dreieichs stellvertretender Stadtbrandinspektor Jürgen Becker und der stellvertretende Kreisbrandinspektor Rolf Keim sowie Kreisjugendfeuerwehrwartin Mona Merz.
Anderthalb Stunden mussten die jungen Blauröcke warten, bis sie anschließend in voller Montur - mit Helm und Schutzkleidung - nach dem Kommando „Wasser marsch!“ ihren ersten Löschangriff vor Publikum absolvieren und einen brennenden Heuhaufen löschen konnten.
Rubriklistenbild: © Saudazurück zur Übersicht: Dreieich

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