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Das Förderprogamm „Stärken vor Ort“ ist nach drei Jahren in Spendlingen ausgelaufen

Kleine Schritte mit großer Wirkung

Sprendlingen - Das Zusammenleben im Stadtteil verbessern, Netzwerke aufbauen sowie Jugendliche und Frauen bei der beruflichen und sozialen Integration unterstützen - das waren die Schwerpunkte des Programms „Stärken vor Ort“ im Sprendlinger Norden. Von Holger Klemm

© Strohfeldt

Zu den erfolgreichen Projekten gehörte auch der Garten der Begegnung an der katholischen Kirche St. Stephan. Gestaltet wurde er von christlichen und muslimischen Frauen mit Unterstützung von Schülern der Innovativen Produktionsschule.

In den vergangenen drei Jahren wurde eine Vielzahl von Projekten angestoßen hat. Die Bilanz ist überaus positiv. Zum Bedauern aller Beteiligten ist das Programm nun ausgelaufen. Einig sind sich aber alle, dass die positive Wirkung andauern wird. Vor Ort habe es viele Impulse gegeben.

„Kleine Schritte können eine große Wirkung zeigen“, freute sich Bürgermeister Dieter Zimmer. Die verschiedenen Aktivitäten hätten sich positiv auf die Bewohner im Stadtteil ausgewirkt. Gefördert wurde das Programm durch den Europäischen Sozialfonds, das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend sowie den Kreis Offenbach. Voraussetzung dafür war die Aufnahme des Fördergebiets Hirschsprung-Breitensee 2007 in das Bund-Länderprogramm Soziale Stadt. Zur Verfügung standen in den vergangenen drei Jahren 300.000 Euro.

Insgesamt 38 Projekte mit 1045 Teilnehmern

Ein Begleitausschuss, zu dem die so genannten Akteure des Stadtteils gehörten, war für die Auswahl der Projekte zuständig. Von 2009 bis 2011 liefen insgesamt 38 Projekte mit 1045 Teilnehmern. 52 Prozent waren für Jugendliche konzipiert. Das Spektrum reichte von den Aktivitäten der Innovativen Produktionsschule (IPS) der Max-Eyth-Schule über den überkonfessionellen Garten der Begegnung an der katholischen Kirche von St. Stephan bis zu den Fahrrad-Projekten für Migrantinnen.

An diesen Beispielen lassen sich auch die Erfolge aufzeigen. Einige IPS-Schüler, die unter anderem Liegepodeste für den Garten der Begegnung bauten, fanden Ausbildungs- und Praktikumsplätze. Migrantinnen wurden selbstständiger und selbstbewusster, nachdem sie Rad fahren gelernt haben.

Umso größer ist nun das Bedauern über das Auslaufen des Programms. „Die Projekte wurden sehr gut von den Bewohners des Stadtteils angenommen“, so Zimmer. Menschen in dem Quartier konnten motiviert werden, etwas zu tun.

Kleine Projekte möglich

Ungewiss ist, ob ein ähnliches Programm in den nächsten Jahren erneut auf die Beine gestellt wird. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass kleinere Projekte bis maximal 1000 Euro im Jahr über den Stadtteilfonds gefördert werden können. Anprechpartner dafür ist Stadtteilmanager Bastian Heckes, s  06103 5095 445, Zudem werden einige Initiativen auf ehrenamtlicher Basis weitergeführt. Dazu gehören unter anderem eine Vätergruppe, ein Marathontraining oder das Radfahrprojekt. Das zeige, dass etliche Ideen auch nachhaltig wirkten.

Eine besondere Stütze ist nach Meinung der Beteiligten dabei das Forum Sprendlingen-Nord mit seinen Strukturen, um etliche Initiativen weiterzuführen.

Das Förderprogramm Soziale Stadt, dessen Finanzierung bis zum Jahr 2016 steht, sieht Stadtteilmanager Heckes als wachsenden Prozess. „Das Ziel ist, tragende Strukturen aufzubauen.“ So könnten die Impulse durch das Programm „Stärken vor Ort“ in dem Stadtteil langfristig wirken.

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