730.01.10|DreieichFacebook
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Dreieichenhain ‐ Wie viele ihrer Kommilitonen ist auch Jennifer Brehm nach der Beendigung ihres Studiums Eigentümerin vieler Bücher gewesen, die sie im Laufe ihres Studiums angeschafft hat. Von Markus Jordan

© Jordan
Zuerst wollte Jennifer Brehm nur ihre alten Unibücher auf lukrativem Wege loswerden. Jetzt kann jeder über das Internet alles das kostenlos zum Tausch anbieten, was zu Hause nur verstauben würde.
Weil diese Literatur nach dem Studium in aller Regel nicht mehr benötigt wird, wird sie oftmals zu einem unnötigen Ballast. Und so versuchen einige Studenten, ihre Studienbücher über das Schwarze Brett an ihrer Uni oder über Börsen via Internet zu veräußern. Mit ihrem Studienkollegen Paul Piper hat die jetzt 24-
Geplant und vorbereitet wurde dieses Projekt schon seit dem Herbst 2007. Jetzt endlich können die Nutzer, - in der Online-
„Nach meinem Abschluss in BWL schien mir das als ein guter Einstieg in das Geschäftsleben“, sagt die umtriebige Dreieicherin. Nach Wiesbaden, wo die beiden Jungunternehmer ihr Büro betreiben, fährt sie fast jeden Tag, denn die Betreuung einer solchen Internetplattform beansprucht jede Menge Zeit.
Ihren täglichen Lebensunterhalt könne sie nicht durch diese Arbeit erwirtschaften, und ob ihr Konzept überhaupt dafür genügend Warenumsatz erbringe, stehe noch in den Sternen. Bares wird auch nur in dem Fall umgesetzt, wenn die Waren nicht getauscht, sondern verkauft werden, denn nur das kostet Gebühren, die auf Jennifer Brehms Konto wandern.
Die User können frei entscheiden, ob sie tauschen oder vielleicht doch verkaufen beziehungsweise kaufen wollen. Bis jetzt verzeichnet Brehm bei ihrer Tauschbörse rund 2000 Registrierungen; täglich kommen im Durchschnitt fünf neue hinzu.
Eine unmittelbare Konkurrenz für ihre Geschäftsidee sehen Brehm und Piper im Internet derzeit nicht. Es habe wohl, sagt Jennifer Brehm, vereinzelte Versuche gegeben, etwas in dieser Art zu verwirklichen, aber in allen Fällen sei es eben bei Versuchen geblieben. Und so ist sie denn auch recht zuversichtlich und meint, mit ihrer Tauschbörse ein attraktives Angebot ins Leben gerufen zu haben, zumal es ihr gelungen sei, über ihre eigene Plattform ihre alten Unibücher zu tauschen - in nützlichere Dinge.
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