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Dreieicher Feuerwehr muss wegen des Sturms Mittwochabend oft ausrücken

Unwetter reißt Zelt weg

Dreieich - Peitschende Sturmböen, Starkregen, Hunderte von Blitzen und krachender Donner - das Unwetter, das am Mittwochabend über Dreieich hinwegfegte, war zwar schnell vorbei, zog aber in dieser kurzen Zeit alle Register und hinterließ eine Spur der Zerstörung. Von Enrico Sauda

Wenige Minuten, bevor am späten Mittwochnachmittag das Unwetter losbricht, öffnet sich über Götzenhain ein dunkles Himmelstor. Die Regenwand befindet sich zur Zeit der Aufnahme bei Langen.

© Heinsius

Wenige Minuten, bevor am späten Mittwochnachmittag das Unwetter losbricht, öffnet sich über Götzenhain ein dunkles Himmelstor. Die Regenwand befindet sich zur Zeit der Aufnahme bei Langen.

So verursachte es dermaßen große Schäden am Veranstaltungszelt beim Maislabyrinth, dass dieses abgebaut werden musste. Zudem hat das Unwetter ein Dach der Hauptstraße 10 abgedeckt und dafür gesorgt, dass am Rathaus, an der Darmstädter Straße/ Ecke An der Trift, an der L 3313 sowie an der A 661/ Ecke Querspange die Ampeln ausfielen.

Der heftige Wind wehte zudem Ziegel von den Dächern des Hauses der Arbeiterwohlfahrt an der Eisenbahstraße sowie des Hortes an der Eisenbahnstraße. Außerdem gab es in der Kindertagesstätte an der Schulstraße sowie in der am Gravenbruchring Wassereinbrüche – doch der Betrieb am nächsten Tag lief weiter.

Traurige Folgen hatte das Unwetter auch für eine Autobesitzerin, denn auf einem Parkplatz in der Nähe des Fitness-Studios Vitafit ist ein Baum auf ihr fast neues Auto gekracht - und nun ist es so gut wie Schrott.

Sturm über Rodgau und Rödermark

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  • Schwere Schäden, aber auch beeindruckende Bilder bescherte das gestrige Unwetter in Rodgau und Rödermark.
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Das ist aber erst die vorläufige Bilanz des Unwetters, das am stärksten in Sprendlingen und Dreieichenhain wütete. Verletzt wurde niemand.

Für die Dreieicher Floriansjünger bedeutete die Gewitterwand Stress pur. Gut 100 Feuerwehrleute waren bis gegen 23.30 Uhr im Einsatz, um umgestürzte Bäume zu beseitigen und die vielen voll gelaufenen Keller leer zu pumpen. „Wir hatten etwa 100 Einsätze“, sagt Feuerwehrsprecher Bernd Freiberg.

„Gut 50 Mal mussten wir wegen Wasserschäden und gut 50 Mal wegen Arbeiten an Bäumen ausrücken.“ Alle Wehren aller Stadtteile waren mit insgesamt 20 Feuerwehrfahrzeugen in den fünf Ortsteilen unterwegs. „Wir haben dann anschließend auch noch mit sieben Fahrzeugen in Langen geholfen“, so Freiberg weiter.

Bilder vom Unwetter in Langen

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  • Unwetterschäden in Langen
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  • In Langen hat das gestrige Unwetter besonders schlimm gewütet. Hier einige Bilder der Schäden.
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Der Sturm weckte zudem bei Betroffenen, deren Keller unter Wasser standen, erneut Befürchtungen, das Kanalnetz in der Sprendlinger Innenstadt sei zu eng dimensioniert, um auch noch die geplante Neubebauung im Heckenborn zu verkraften.

„Glücklicherweise handelt es sich nur um Materialschäden“, fasst Benjamin Halberstadt, Geschäftsführer der Bürgerhäuser, die Situation am Maislabyrinth zusammen. Allerdings bewegen sich die wohl im vierstelligen Euro-Bereich. Die Helfer der Bürgerhäuser räumten die beschädigten Teile noch am Abend ab, so dass das Maislabyrinth am kommenden Wochenende (dem letzten vor Schließung) besucht werden kann und die Bewirtung durch Landwirt Volker Frank garantiert ist. Die drei noch vorgesehen Veranstaltungen am Maislabyrinth fallen entweder aus oder werden verlegt.

Der heute im Zelt vorgesehene Auftritt der Gruppe „Junge Comedians - Rising Stars“ geht ab 20.30 Uhr im Sprendlinger Bürgerhaus über die Bühne.

„Sing along mit Martin“, geplant für den morgigen Samstag, entfällt ganz.

So wütete der Sturm in Gravenbruch

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  • Das heftige Unwetter hat auch in Gravenbruch deutliche Spuren hinterlassen.
  • Das heftige Unwetter hat auch in Gravenbruch deutliche Spuren hinterlassen.
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Der Tag der evangelischen Kirche Götzenhain hingegen findet am Sonntag statt - aber nicht im Zelt am Mais, sondern ab 11 Uhr in der evangelischen Kirche an der Rheinstraße.

Auch im Wald hat der orkanartige Sturm zu erheblichen Schäden geführt. Es wird einige Tage dauern, bis alle Wege freigeräumt sind, weil sich die Aufräumungsarbeiten zunächst auf die Waldränder entlang der Straßen konzentrieren. Viele Bäume sind nicht mehr standfest und können bei deutlich geringeren Windstärken in den nächsten Tagen umfallen. Deshalb empfiehlt das Forstamt Langen, zumindest über das Wochenende den Wald zu meiden, um sich keinen Gefahren auszusetzen.

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