Dreieich - 150 statt der zulässigen 60 Kilometer pro Stunde - das ist nur ein Extremfall aus dem Bericht der Verkehrsüberwachung für das vergangene Jahr, den der Magistrat vorgelegt hat. Von Holger Klemm

© Strohfeldt
15 Mal erfassten im vergangenen Jahr die Starenkästen an der Hauptstraße in Sprendlingen Autofahrer, die bei Rot über die Ampel fuhren.
Auch wenn die Zahl der Tempoüberschreitungen leicht rückläufig war, gab es doch wieder massive Ausreißer. Mit den oben genannten 150 Kilometern war ein Raser entlang der L3117 an der Müllerwiese unterwegs, ein anderer kam auf der L 3262 im Bereich der Breitseeschneise auf Tempo 147. Auf der Darmstädter Straße schaffte es ein Autofahrer auf 96 Kilometer, obwohl nur 50 zulässig sind. Die Liste ließe sich fortsetzen.
2011 gab es 510 Geschwindigkeitsmessungen (53 mehr als im Vorjahr). 268.129 Autos (2010: 232.644) wurden erfasst, für 13 631 gab es eine Verwarnung. Das sind 97 mehr als im Vorjahr. 798 Autofahrer, die um 21 Kilometer schneller als erlaubt fuhren, begingen eine Ordnungswidrigkeit. In 48 Fällen wurde ein Fahrverbot ausgesprochen, 2010 waren es 65. Insgesamt ist die Summe der Verwarnungen und Bußgelder (14429) im Verhältnis zu den erfassten Fahrzeugen leicht rückläufig. 5,5 Prozent fuhren zu schnell, im Gegensatz zu 6,4 Prozent im Vorjahr.
Leicht gestiegen ist die Zahl der Raser, die nicht zahlen wollten. Von den 13 631 Verfahren mussten 522 an das Regierungspräsidium weitergeleitet werden.
Registriert wurden weniger Autofahrer, die bei Rot über die Ampel fuhren - 271 und damit 83 weniger als im Vorjahr. Für 69 gab es Fahrverbot von einem Monat, da die Ampel länger als eine Sekunde „rot“ zeigte. In Dreieich gibt es sieben Kamerastandorte. Spitzenreiter waren die Starenkästen an der Mainzer Straße und an der Hainer Chaussee in Höhe der Feuerwehr, wo 75 beziehungsweise 56 Autofahrer geblitzt wurden. An der Buchschlager Allee/Hirschgraben lösten die Kameras 44, an der Darmstädter Straße/Vogtei 21, an der Dietzenbacher Straße/Feldstraße 16 und an der Hauptstraße 15 Mal aus. Die sieben Starenkästen haben sich nach Ansicht des Ersten Stadtrats Martin Burlon gelohnt. „Sie haben eine abschreckende Wirkung, besonders Kinder werden so besser geschützt.“
14.704 Parkverstöße registrierten die Ordnungspolizisten und damit 668 mehr als im Vorjahr. Häufigste Vergehen waren 3936 Mal das Parken ohne Parkscheibe, 2366 Mal das Parken auf dem Gehweg und 1276 Mal das Überschreiten der Parkzeit.
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