1114.11.09|Egelsbach|Egelsbach|
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Egelsbach (hob) ‐ Als sich vor fünf Jahren acht junge und jung gebliebenen Männer aus Egelsbach, Langen, Dreieich und Erzhausen zusammenfanden, war das Ziel schnell definiert: Musik, die gute Laune macht und ohne Instrumente auskommt – „gepflegter Gesang pur“ eben.

© op-online
A-cappella-Gesang mit Gute-Laune-Garantie: Manfred Ferstl, Michael Friedrich, Thorsten Roth, Jürgen Rode, Wigbert Böhmer, Gerd Hartwig, Norman Rüster und Roland Wurm (von links) sind das Ensemble O-Ton.
Die Geburtsstunde des Vocalensembles O-Ton. Bislang ein „Geheimtipp“, dessen Auftritte sich auf kleinere Feste oder geschlossene Gesellschaften beschränkten, gibt das Ensemble nun sein erstes öffentliches Konzert: Am Samstag, 21. November, ab 20 Uhr wird O-Ton im Bürgerhaus singen. Dazu haben sich die Acht Verstärkung gesichert: den befreundeten jungen Chor Ton-Art aus Dreieich.
Einfühlsam, gefühlvoll und humorvoll wird die Konzertpremiere werden, das steht für die O-Ton-Sänger felsenfest. Gerd Hartwig, Wigbert Böhmer, Norman Rüster, Manfred Ferstl, Roland Wurm, Michael Friedrich, Jürgen Rode und Thorsten Roth sind leidenschaftliche Hobbysänger, denen der Spaßfaktor heilig ist. Dass es bei ihrer Achter-Runde bleiben wird, stand von vornherein fest – so ist jede Stimme doppelt besetzt.
„Wir machen alles mit dem Mund“, sagt Manfred Ferstl, der musikalische Kopf der Gruppe. „Jeder Auftritt soll ein kleines Fest sein, und wenn die Leute lachen, ist das der schönste Lohn.“ O-Ton singt nicht nur moderne A-cappella-Lieder, sondern fühlt sich ebenso klassischem Stoff verpflichtet. „Gerade hier steckt ungeahntes Potenzial“, sagt Jürgen Rode. „Viele Lieder sind in Vergessenheit geraten, obwohl sie viel Witz enthalten.“ Und so stimmen die Acht neben Songs wie „I get around“ von den Beach Boys oder Grönemeyers „Männer“ auch Lieder von Brahms oder Texte von Hermann Hesse an.
„Natürlich dürfen die Comedian Harmonists nicht fehlen“, fügt Jürgen Rode schmunzelnd hinzu. „Der Charme und versteckte Witz von Liedern wie ,Lass mich dein Badewasser schlürfen‘, ,Veronika, der Lenz ist da‘ oder ,Kein Schwein ruft mich an‘ ist den Menschen auch nach einem Dreivierteljahrhundert sympathisch.“ Richtig rund wird das Programm dank der Anekdoten und Geschichten um die Musik herum, mit denen O-Ton seine Auftritte garniert. Dass die Acht eine Schwäche für den musikalischen Flirt mit dem weiblichen Geschlecht haben, ist im Übrigen ein Gerücht, dem O-Ton nicht entgegenzutreten gedenkt. Gleiches gilt für den Vorwurf, das Ensemble habe diebischen Spaß daran, dem Publikum mit eindeutig-zweideutigen Texten ein breites Grinsen ins Gesicht zu zaubern.
Eintrittskarten für den Abend kosten zehn Euro (sieben Euro für Kinder) und sind im Vorverkauf bei der Buchhandlung Keil sowie bei jedem der acht Sänger zu haben. „Im Anschluss an das Konzert wollen wir mit unserem Publikum noch eine kleine After-Show-Party feiern“, verrät Jürgen Rode.
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