Stolperstein-Premiere in Egelsbach

Erinnerung verblasst nicht

1016.10.09|Egelsbach|1 KommentarFacebook
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Egelsbach - (hob) Seit gestern „stolpern“ auch die Bürger von Egelsbach über die dunkelste Periode der Vergangenheit. Das „Stolpersteine“-Projekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig symbolisiert, dass die Erinnerung an die Opfer des Nazi-Terrors nicht verblasst.

Künstler Gunter Demnig, Stolpersteine

© ms

Gestern hat der Künstler Gunter Demnig die ersten Egelsbacher Stolpersteine in der Ernst-Ludwig- und Woogstraße verlegt. Ein aufmerksamer Beobachter: Laurence Sherr, Sohn von Alice Bacharach.

Bei der Verlege-Premiere setzte Demnig 16 Gedenksteine mit Messingtafeln ins Trottoir ein. Sie erinnern an vier jüdische Familien, deren Wohnhäuser in der Ernst-Ludwig-Straße 39 beziehungsweise Woogstraße 5 standen: die Familien Bacharach, Eisemann, Katz und Reis.

Die nächste Verlegeaktion ist für 2010 geplant. Kontakt zur Initiative unter Telefon: 49076.

Der Beobachter der Zeremonie mit der weitesten Anreise war Laurence Sherr aus Atlanta, Sohn von Alice Bacharach. Sie überlebte die NS-Terrorherrschaft, weil sie mit einem Kindertransport in die Schweiz entkam. Ihre Schwester Edith und Mutter Gutta wurden in Auschwitz vergast, der Vater starb in einem französischen Internierungslager.

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